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Ausgabe 04/2016

Das wird das Jahr der Upperclass

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© AUTOFLOTTE

Für den britischen Hersteller steht es im Zeichen der Exklusivität. Für den Jaguar XJ und den Range Rover wachsen die Möglichkeiten der Individualisierung. Der Discovery Sport erhält neue Motoren.

_ Der kleinere XE bewies vor kurzem im Flottencheck (Autoflotte 02/2016, S. 28 ff.), wie nobel ein Dienstwagen sein kann. Wer etwas mehr Platz im maßgeschneiderten Briten braucht, kann seit 2010 zum XJ greifen. Das Modelljahr 2016 adelt den Edel-Briten nun mit Voll-LED-Leuchten und zwei neuen Niveaus. Wobei die "Autobiography"-Käufer stets in der Langversion (plus zwölf Zentimeter) Platz nehmen und viel Luxus genießen dürfen. Interessant sind vor allem die neuen Concierge-Dienste des Infotainment-Systems "In Control Touch Pro" - etwa das Finden des geparkten Autos oder das automatische Anrufen eines Geschäftspartners, wenn das Navi eine verspätete Ankunftszeit vorhersagt.

XJ-Neuheiten

Die Karte aus dem Navi kann der Fahrer nun etwa wie beim Audi A4 direkt ins Zentraldisplay holen. Je nach Dienst werden zahlreiche Daten hin und her geschickt, so dass diese praktischen Helfer unterwegs mindestens ein 3-G-Mobilfunknetz erfordern.

Den dynamischen Fahrertyp soll der "R-Sport" anlocken - das zweite neue Niveau erweitert die wählbaren Ausstattungsvarianten auf sechs. Die Upperclass in 5,13 Metern steuert man nun dank der elektromechanischen Servolenkung entspannt wie einen Kleinwagen. Beim Tritt aufs Gaspedal zerstäubt dieses Bild allerdings wieder, denn 300 PS - 25 PS mehr als zuletzt - ziehen diese Nobel-Karosse. Obgleich der verfügbare Achtzylinder mit 550 PS (nur für den XJR) eher etwas für die Firmenspitze ist. Bis zu 26 Lautsprecher sorgen an Bord für eine wohlige Atmosphäre. Verlässliche Dienste bieten die Traktionshilfe (All Surface Progress Control), die Verkehrszeichenerkennung, der Stauassistent oder die Einparkhilfe samt 360-Grad-Ansicht. Gespart wird beim Normverbrauch. Statt bei 159 liegt die Untergrenze des Oberklasse-Diesels nun bei 149 g/km CO2. Damit hat es sich allerdings in puncto Bescheidenheit. Der Startpreis für die Großkatze liegt bei 68.067 Euro, die sich ins sechsstellige Nettovergnügen steigern lassen.

Range Rover

Dass man dieses unique Gefühl noch steigern kann, wird deutlich, sobald man im neuen Top-Modell des Range Rovers Platz nimmt. Wobei eher "thronen" die passende Bezeichnung ist: vorn als Lenker eines Edel-Kleinbusses auf 21-Zöllern und im Fond die Beine hochliegend in der Hochkomfortzone.

Der "SVAutobiography" wird von der eigenen Manufaktur, dem Special Vehicle Operations, handgefertigt und pendelt deshalb je nach Motorvariante unter oder über der 150.000-Euro-Linie. Auch er erhält wahlweise den 550 PS starken V8-Motor unter die Haube, bisher waren maximal 510 PS möglich. Zwei verschiedenfarbige Lacke teilen die Karosserie optisch in einen oberen und unteren Part. Geteilt wurden übrigens auch einige Extra-Pfunde. Dank der neuen Alubauweise soll der Koloss bis zu 420 Kilogramm leichter sein als der Vorgänger. Eine leicht spleenige, aber typisch englische Eigenschaft behält er allerdings von seinen Ahnen: die Picknickbestuhlung im Heck.

Discovery Sport

Durchatmen können die Fuhrparkmanager beim Land Rover Discovery Sport, der preislich den Einstieg in die SUV-Welt der traditionsreichen Marke markiert. Ab 27.605 Euro wird der kompakte Hochbeiner im Fuhrpark heimisch. Mit dem neuen Modelljahr halten in erster Linie die in Wolverhampton gebauten Ingenium-Motoren Einzug. Der 2,0-Liter-Vierzylinder mit 150 oder 180 PS kann wahlweise an die neue Neunstufen-Automatik (mit vier Overdrivegängen) gekoppelt werden. Gewichtsvorteile von gut 24 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger und eine verbesserte innermotorische Reibung helfen beim Sparen.

Am Ende sollen es 16 Prozent weniger sein als bisher. Der eD4, dessen"e" für Economic steht, verspricht 4,7 Liter Normverbrauch (CO2-Wert: 123 g/km), muss aber handgeschaltet werden. Auf der Testrunde gibt sich der Engländer (TD4) trotz der Neungangautomatik knorrig - gut so. Nichts zu meckern gibt es bei den Serviceintervallen für die Allradler. Diese klettern von 25.000 auf 34.000 Kilometer (oder zwei Jahre). Die Mehrlenker-Hinterachse sorgt für eine niedrige Ladekante und ermöglicht zwei Extrasitze im Heck. Und vorn schützt nun ein Fußgänger-Airbag - serienmäßig.

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