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Ausgabe 11/2017

Das Zukunftsmobil

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© AUTOFLOTTE

Schlankeres Design, mehr Technik - so kann man den neuen Audi A8 auf eine Formel bringen. Und mittelfristig soll autonomes Fahren auf Level drei möglich sein.

_ Ab Mitte November steht der neue Audi A8 bei den Händlern. Er ist das Zukunftsmobil der Ingolstädter, und das soll auch das neue Design vermitteln. Mit dem A8 setzt Audi seine neue Designsprache um, außerdem soll es langfristig mehr als 40 Assistenzsysteme geben, die in Summe erstmals in einem Serienauto autonomes Fahren auf Level drei ermöglichen sollen.

Außen evolutionär

Tatsächlich fährt mit dem vierten A8 eine schlanke und elegante Luxuslimousine vor, die aber immer noch ein typischer Audi ist. Auffälligste Design-Neuerungen sind der flachere, noch mehr in die Breite gezogene Single-Frame-Grill sowie das durchgehende Leuchtenband am Heck.

Mehr Änderungen bringt der tastenarme Innenraum mit sich: Zwei 10,1 und 8,6 Zoll große Touchscreens thronen in der Mittelkonsole und machen den bekannten MMI-Dreh-/Drückschalter überflüssig. Außerdem immer an Bord: das volldigitale Virtual Cockpit. Ansonsten zeigt sich der A8 innen wie von Audi gewohnt und für diese Klasse standesgemäß sauber verarbeitet.

Viele Assistenten geplant

Kommen wir nun aber zu den Assistenzsystemen, von denen drei - unter der Marke AI - besonders hervorstechen: Eines ist der Staupilot, der mittelfristig autonomes Fahren auf Level drei ermöglichen soll. Er übernimmt auf Autobahnen und baulich getrennten Fahrbahnen im Kolonnenverkehr bis 60 km/h die Fahraufgaben. Der Fahrer muss zwar weiterhin jederzeit in der Lage sein einzugreifen. Er kann aber die Füße vom Gaspedal und die Hände vom Lenkrad nehmen und muss das System nicht mehr permanent überwachen. Wer sich für den Staupiloten interessiert, muss aber leider noch warten: Ins Auto kommt er laut Audi erst, wenn es der Gesetzgeber zulässt. Auch der Park- und der Garagenpilot zum ferngesteuerten Ein- und Ausparken per Smartphone kommen nicht zum Marktstart, sondern erst Mitte 2018.

Ein weiterer neuer Assistent ist der Kreuzungsassistent, der vor Querverkehr warnt und das Auto bei Bedarf stoppt. Und Audi hat seine aus dem Q7 bekannte Ausstiegswarnung im A8 um eine Türöffnungsverzögerung ergänzt. Beide Assistenten gibt es im Assistenzpaket Stadt für 1.176 Euro. Und 1.639 Euro extra kostet die Dynamik-Allradlenkung, die das Handling in Kurven und in der Stadt verbessern soll - was auf ersten Testfahrten auch sehr gut funktionierte. Auf der Straße will der A8 - serienmäßig mit Luftfahrwerk ausgerüstet - ab Mitte 2018 mit einem aktiven Fahrwerk punkten. Seine Highlights: Beim Öffnen der Türen hebt es den A8 zum einfacheren Einstieg an, sieht im Zusammenspiel mit der Frontkamera Bodenerhebungen voraus - die in der Praxis dann deutlich weniger spürbar sind - und hebt das Auto in Kombination mit Presense 360° bei drohenden Seitenkollisionen auf der dem Crash zugewandten Seite um bis zu 80 Millimeter an, damit der Unfallgegner das Auto am stabileren Seitenschweller trifft.

Zum Start zwei Motoren

Alle A8 sind Mildhybride und können deshalb zwischen 55 und 160 km/h für bis zu 40 Sekunden segeln. Allradantrieb ist ebenfalls Standard. Zum Start gibt es zwei Sechszylinder, den - nach neuer Audi-Nomenklatur - A8 55 TFSI Quattro mit 340 PS und den A8 50 TDI Quattro mit 286 PS. Beide Motoren und die serienmäßige Achtgangautomatik machen einen souveränen und komfortablen Eindruck. Außer den typischen, aber unterschwelligen Abrollgeräuschen sind weder Wind- noch Motorengeräusche vernehmbar. Mittelfristig ergänzt Audi die Motorenpalette um einen V8- und W12-Benziner sowie um einen Plugin-Hybriden, der induktiv ohne Kabel aufladbar sein soll.

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