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Ausgabe 04/2017

Der Vierte im Bunde

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© AUTOFLOTTE

Auch Nissan mischt wieder in der 2,8-Tonnen-Transporterklasse mit. Wie schon der Vorgänger basiert der NV 300 technisch auf dem Renault Trafic und bringt doch eine kaufentscheidende Eigenheit mit.

_ Die Programmlücke ist wieder geschlossen: Ende 2014 hatte Nissan den 2,8-Tonner Primastar aus dem Programm genommen. Fragen nach einem Nachfolger konnten die Japaner lange Zeit nicht konkret beantworten. Jetzt ist die Antwort da und hört nach der gängigen Nissan-Nomenklatur auf den Namen NV 300.

Wie bereits beim Vorgänger liefert wieder der Renault Trafic die technische Basis. Womit der Franzosen-Transporter nun mit insgesamt vier unterschiedlichen Emblemen (Renault, Opel, Fiat, Nissan) auf dem Kühlergrill zu haben ist.

Ähnlich wie Opel und Fiat übernimmt auch Nissan den Renault weitgehend unverändert und grenzt sich lediglich durch eine veränderte Frontpartie ab. Von der Seite oder von hinten sind dagegen selbst Kenner auf das Typenschild angewiesen, um dann den NV 300 richtig zuzuordnen.

Kultivierter Motor

Auch technisch verlässt man sich ganz auf Renault. Sicher keine schlechte Entscheidung, denn der dCi-Vierzylindermotor geht trotz seiner nur 1,6 Liter Hubraum elastisch und kultiviert zu Werke. Unterhalb von 1.700 Touren etwas kraftlos agieren die beiden schwächeren Versionen mit 95 und 120 PS. Dank Bi-Turbo-Aufladung machen es die stärkeren Einstellungen mit 125 und 145 Pferdestärken besser. Dieses Plus an Souveränität und gerade mal fünf PS extra muss man sich mit 1.240 Euro erkaufen. Noch einmal 3.000 Euro mehr kostet der stärkste Selbstzünder, der an die höchste Ausstattung Comfort gekoppelt ist. Das Wichtigste beinhaltet aber schon die Basisausstattung. Elektrische Fensterheber und Außenspiegel, Beifahrerdoppelsitzbank, Trennwand, Komfortfahrersitz mit Lendenwirbelstütze, Zentralverriegelung und sogar Ganzjahresreifen hat der NV 300 immer ab Werk an Bord.

Zwei Längen

Ebenso Standard ist für alle Motoren ein manuelles Schaltgetriebe mit sechs Gängen. Eine Automatik ist, wie auch bei Renault, nicht zu haben. Zwei Längen stehen zur Wahl, die sich beim Kastenwagen jeweils mit einem Hochdach nach oben erweitern lassen. Als L2H2 passen dann gute 8,6 m³ in den Japaner, die kleinste Version (L1H1) fasst immerhin 5,2 Kubikmeter auf 2.537 Millimeter Ladelänge.

Besonderheit

Beim Gesamtgewicht können Kunden zwischen 2,7 und 2,9 Tonnen wählen. Bei letzterer Version spricht Nissan vollmundig von bis zu 1,2 Tonnen Nutzlast, von denen bisherige Renault- oder Opel-Brüder aber weit entfernt lagen. Weit entfernt von Nissan liegen die anderen Hersteller aber in Sachen Garantie. Fünf Jahre (bis zu 160.000 km) sind ein Wort, das für viele kaufentscheidend sein könnte. Diesen Vorteil gilt es allerdings gegen das vergleichsweise dünne und wenig auf Nutzfahrzeuge eingestellte Nissan-Servicenetz abzuwägen.

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