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Ausgabe 04/2017

"E" wie "einfach"

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© AUTOFLOTTE

Noch immer kommen neue Lösungen für die elektronische Führerscheinkontrolle auf den Markt. Der Trend zur Einbindung des Smartphones setzt sich fort.

_ Vertrauen ist gut, Kontrolle ist im Fuhrpark nicht nur besser, sondern notwendig, wenn es um die Existenz gültiger Fahrerlaubnisdokumente der Dienstwagenfahrer geht.

Und dieses Pflichtbewusstsein scheint sich bei Flottenbetreibern immer stärker zu verankern. "Insgesamt ist eine wachsende Zahl von Fuhrparkverantwortlichen bereit, das Thema im Zusammenhang mit der Halterhaftung professionell zu lösen", sagt Tom Bechert, Sales Manager bei Vispiron. Das Bewusstsein dafür hat sich laut Claudia L. Hiepler von Hiepler + Partner auch in den Chefetagen geschärft:"Die Sinnhaftigkeit der Führerscheinkontrolle wird mittlerweile auch auf der Ebene über dem Fuhrparkmanager wahrgenommen", sagt die Prokuristin.

Folglich gibt es immer mehr elektronische Lösungen am Markt, die den Fuhrparkverantwortlichen dabei unterstützen, seiner Halterhaftung gerecht zu werden.

Neue Lösung

Ganz neu ist seit diesem Jahr die Lösung"Fleet+ eFsk" von Carano erhältlich (siehe S. 30), bei der ein mit einem NFC-Tag versehener Führerschein von einem NFC-Reader am PC oder Terminal erfasst wird. NFC steht für die auf RFID-Technik basierende Nahfeldkommunikation, englisch: Near Field Communication, kurz: NFC.

Smartphones dominieren

Ganz zeitgemäß können die Führerscheine bei der neuen Lösung von Carano aber auch via Smartphone-App kontrolliert werden. So wie bei acht weiteren von insgesamt 15 Lösungen in unserer Marktübersicht. "Der Trend, alle großen und kleinen Alltagsaufgaben mit dem Smartphone zu erledigen, bestimmt ungebrochen den Markt der Führerscheinkontrolle und erreicht nun mit teilautomatischen Lösungsansätzen auch konservative Systemanbieter", analysiert Richard Gandlau, Geschäftsführer von Wollnik & Gandlau Systems. Auch sein Unternehmen gehört zu denen, die auf mobile Endgeräte setzen.

Jörg Schnermann, Geschäftsführer von Lap ID Service, die 2006 das erste Produkt zur elektronischen Führerscheinkontrolle herausbrachte und sich dem Smartphone-Zeitalter mittlerweile ebenso wenig verschließt, sorgt sich um die Sicherheit der angebotenen Systeme: "Wir beobachten geradezu eine Flut an sogenannten Lösungen im Markt. Oftmals sind diese nicht ausgereift und haben nicht den Kundennutzen im Fokus", findet er. "Egal ob es um appbasierte Lösungen geht oder nicht, vernachlässigt wird bei diesen vor allem die Manipulationsund Fälschungssicherheit", so Schnermann weiter. Der Fuhrparkmanager muss also, wie Rechtsanwalt Marc-Oliver Eckart rät, durch kritische Fragen herausfinden, wie eventuelle Manipulationsmöglichkeiten von dem einzelnen Anbieter adressiert und gelöst werden können (siehe S. 20).

Was Kunden wollen

Und was sind sonst ihre Erwartungen? "Eine elektronische Führerscheinkontrolle muss sich unkompliziert ins Tagesgeschäft einbinden lassen, ressourcenschonend funktionieren und wenn möglich über eine automatische Einbindung von Daten in die Backoffice-Software verfügen", umreißt Maria Johanning, Geschäftsführerin von Ctrack Deutschland, die Anforderungen. Und weil das elektronische Prüfverfahren im Vergleich zur früheren Excel-Liste so einfach ist, beobachtet Hiepler neuerdings eine erhebliche Nachfrage nach Kontrollen alle 21 Tage. Der Grund: Damit dem Fuhrparkbetreiber auch der einmonatige Entzug der Fahrerlaubnis nicht entgeht.

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