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Ausgabe 03/2017

Fokussiert, aber mit Aha-Effekten

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© AUTOFLOTTE

Kleinwagen sollten peppig und agil sein, um in der Stadt zu punkten. Der kleine Koreaner bringt nicht nur diese beiden Eigenschaften mit, sondern auch Platzzuwachs und einen Dreizylinder-Benziner.

_ Der Vierte ist immer ein Viertürer. Dieses Urteil wäre zu kurz gesprungen, um die vierte Generation des Rios zu beschreiben. Aber es gibt ein wesentliches Merkmal des Kleinwagens wieder: Er fokussiert sich. So bieten peppiges Design sowie zuverlässige Technik - was allein schon die Siebenjahres-Garantie gewährt - wichtige Kaufargumente.

Gut gewachsen

Optisch mit der nun längeren Motorhaube und dem gleichzeitig verkürzten Überhang im Heck wächst der Koreaner nicht nur in Summe (plus 15 Millimeter), sondern auch an den richtigen Stellen wie beim Radstand (plus zehn Zentimeter) sowie bei Kopf- und Kniefreiheit - unter anderem genießt der Fahrer nun fünf Millimeter mehr Kopffreiheit, im Fond steigt die Beinfreiheit gleich um 60 Millimeter. Im Interieur stimmt die Balance aus Softtouch-Flächen und Hartplastikelementen. Auch die Ablagen und die Bedienergonomie gefallen. Zumal dank des freistehenden Sieben-Zoll-Zentraldisplays (im Top-Niveau Serie, sonst ab 664 Euro als Teil des Navigationspakets) die Übersichtlichkeit hoch ist. Das trifft auch auf die Übersicht im Rio selbst zu, denn die C-Säule fällt nun schmaler aus, so dass die Rundumsicht überzeugend ist.

Dreizylinder

Im Vergleich zum Vorgänger bietet die gleich teure Basisversion (ab 9.824 Euro) nun einen Dämmerungssensor, elektrische Außenspiegel und das Start-Stopp-System serienmäßig. Unter den sechs Motorvarianten (zwei Diesel, vier Benziner) sind einzig die Dreizylinder neu. Auf der Testfahrt zeigte sich zunächst der 90 PS starke 1,4-Liter-Selbstzünder - mit nun 20 Newtonmeter höherem Drehmoment - als extrem leise und laufruhig, aber etwas uninspiriert, wenn es um die Elastizität ging. Sprich, es fehlt etwas an Spritzigkeit. Der Sechsgang-Handschalter ist sehr leichtläufig, aber eben auch oft in Gebrauch. Eine Alternative ist hier der neue Dreizylinder-Benziner mit 100 und 120 PS. Da der vom Cee'd bekannte 1,0-Liter-Ottomotor bereits ab 1.500 Umdrehungen sein maximales Drehmoment (172 Nm) erreicht und dieses auf einem weiten Plateau (bis 4.000 Umdrehungen) auch hält, ist er deutlich agiler. Vor allem dort, wo der Polo-Rivale zu Hause ist, nämlich in der Stadt.

Gut Platz

Der Handschalter begnügt sich hier allerdings nur mit fünf Gängen. Platz bietet der neue Rio ausreichend für vier, nur sollte nicht jeder seinen großen Koffer dabeihaben, denn die 325 Liter Kofferraumvolumen (plus 37 Liter) sind schnell aufgebraucht, auch aufgrund des sinnigen doppelten Ladebodens. Die Ladeluke vergrößert sich um satte 71 Millimeter und wer die Rücksitzlehne (60:40) umlegt, kann 980 Liter Volumen ausschöpfen (plus 57 Liter).

In schicken acht Farben (drei mehr als bisher) kommt der Rio in vier Niveaus (Attract, Edition 7, Spirit und das neue Top-Niveau Platinum) vorgefahren. Zur guten Ausstattung, wie City-Notbremse samt Fußgängererkennung (Serie ab Spirit), Spurhalte-Assist (ebenfalls ab Spirit Serie), USB-Ladebuchsen vorn und hinten, kommen in den nächsten Monaten noch der Totwinkelwarner und der Lichtassistent sowie eine GT Line dazu.

Zum Start lockt Kia mit dem Sondermodell Dream-Team-Edition, das auf Edition 7 aufbaut und bis 3.286 Euro Preisvorteil bringen soll. Ab 12.597 Euro (1,2-Liter-Benziner) respektive 14.697 Euro (Diesel).

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