suchen
Ausgabe 03/2017

Nichts zu meckern

1180px 664px

© AUTOFLOTTE

Der Kompakt-König erhält ein "Update", wie es VW nennt. Das passt auch, denn die wesentlichen Neuigkeiten spielen sich in der Bedienung ab. Interessant ist der neue Benziner und segeln kann er auch bald.

_ Wer gern meckert, sollte den Drehknopf im Kopf haben. Der Justierer für die Lautstärke ist im Golf-Update nun dem neuen Display gewichen - und spaltet die Geister. Statt analog zu drehen oder zu drücken, kann man den Kompakt-Bestseller nun per Wischen oder per Gestensteuerung bedienen - ganz dem digitalen Lebensgefühl folgend. So erinnert das gewachsene Infotainmentsystem (6,5 Zoll statt 5,0 Zoll, bis maximal 9,2 Zoll) bald an ein kleines Tablet.

Auch die Funktionen, allen voran die Navigation via Google Maps, werden aus dem Alltag in das Alltagsauto geholt. Voll digital ist nun das Kombiinstrument - was nur konsequent ist. Denn in Produkt-Lebenszyklen, die sich zunehmend am sprunghaften Smartphone-Markt orientieren, gibt die Software und nicht die Hardware den Takt vor. So lohnt es sich, die im aufgefrischten Wolfsburger mitgelieferte Vielzahl an "Security & Service"-Diensten langsam kennenzulernen.

Sicher in der Stadt

Passiv, genauer gesagt selbstständig, agieren die meisten Sicherheitshelfer an Bord des Kompaktkönigs. Erwähnenswert ist hier in erster Linie die City-Notbremse mit Fußgängererkennung, die selbst im 90-Grad-Winkel zum Fahrzeug Bewegungen registriert und bei Gefahr den Golf automatisch stoppt. Wer den Niedersachsen mit Doppelkupplungsgetriebe (DSG) ordert, kann zudem auf den Stau-Assistenten bauen, der bis 60 km/h der Spur folgt und Abstand zum Vordermann hält - für Pendler ein Segen. Das DSG hat nun sieben statt bislang sechs Schaltstufen, reizt deshalb verbrauchsorientierter das Drehmomentband aus und soll laut den Wolfsburgern bis zu 0,3 Liter im Normverbrauch sparen. Aufs Sparen ist auch der neue Basis-Benzinmotor aus. Das 1,5-Liter-Aggregat soll den 1,4-Liter-TSI ersetzen. Vom Start weg gibt es die 150-PS-Version, die mit variabler Zylinderabschaltung auf der Testrunde in puncto Laufruhe ein Topniveau erreichte. Eine Bluemotion-Sparversion mit 130 PS folgt im Sommer. Diese soll dank des Segelmodus, wobei der Motor komplett aus ist, sowie eines mit extrem hoher Verdichtung arbeitenden Brennverfahrens, das sonst eher beim Konzernbruder Porsche gang und gäbe ist, bis zu einen Liter Kraftstoff mehr im Tank belassen als beim aktuellen Pendant. Wem hier bereits 85 PS Leistung reichen, der kann zum 1.0 TSI greifen.

Details entscheiden

Auch dieser kleinste Ottomotor hat wie alle Aggregate das Start-Stopp-System stets dabei. Dies gilt natürlich auch für die optischen Details, die die kleine Modellauffrischung aus Wolfsburg auszeichnen. Markant sind hier die LED-Rückleuchten. Wer etwa mit dem Variant einen Anhänger zieht, kann nun einfach per Stellknopf des Außenspiegels den Trailer passgenau zurücksetzen. Hier hat der Bedienknopf also noch nicht ausgedient. So bleibt der Golf nach dem Update zwar optisch fast der alte, aber das war ja für die vielen Fans des Kompakten noch nie ein Grund zum Meckern.

360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Testbericht:

Modellplaner



Fotos & Videos zum Thema Testbericht

img

Testfahrt mit dem Opel Ampera-e

img

Wasserstoff-Tour mit dem Toyota Mirai

img

Prototypenfahrt im BMW M5

img

Abnahmefahrt Mercedes E-Klasse Cabrio

img

VW Tiguan Allspace

img

Porsche 718 Boxster S


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Fahrzeuglogistik

Mosolf integriert SAT komplett

Die SAT Sächsische Autotransport und Service GmbH war bislang ein 50:50-Joint-Venture von Mosolf und Schnellecke. Jetzt übernehmen die Kirchheimer alle Anteile.


img
Fiat Professioal

Besonderes Finanzierungsangebot

Fiat Professional und die FCA Bank bieten Gewerbetreibenden bis Ende des Jahres eine spezielle Finanzierung an, bei der die erste Rate erst nach neun Monaten fällig...


img
Toyota Fine-Comfort Ride

Sauber und bequem

Alternative Antriebe und autonome Fahrfunktionen sind in der Autobranche die Trends der Stunde. Toyota vereint mit einer Studie beides.


img
Mercedes-Benz

20 Jahre "Elchtest" der A-Klasse

Zwei Jahrzehnte ist es her, da krachte eine A-Klasse bei einem Autotest auf die Seite. Danach wurde viel gekichert beim Begriff "Elchtest". Kostprobe gefällig? Ein...


img
Neuer Audi A7

Fließend schön

Mit der Neuauflage des A7 wollen die Ingolstädter belegen, dass sie beim Design die Modelle künftig stärker differenzieren. Bei den inneren Werten ist die Verwandtschaft...