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Ausgabe 04/2017

Permanent auf dem Radar

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Der Anbieter von Jalousien und Rollläden nutzt für seine Transporterflotte das Telematiksystem Webfleet von Tomtom. So optimiert er Touren und spart durch die Kontrolle der Mitarbeiter viel Geld.

_ Eine Verringerung der Benzinkosten um rund 7.500 Euro innerhalb eines halben Jahres bei den sieben Transportern, diesen Erfolg führt Gordon Dubau, Geschäftsführer von Dubau Jalousien, Rollladen und Rolltorbau in Kiel, auf die Einführung der Telematiklösung zurück. Anfang 2016 ließ er in die sechs Mercedes Sprinter und einen Vito seines Monteur-Fuhrparks das GPS-Ortungsgerät Link 410 von Tomtom Telematics einbauen, um die Touren zu optimieren, aber auch, um einen Blick auf die Privatfahrten der Mitarbeiter zu haben.

"Ursprünglich haben wir das gemacht, um zu sehen, wo sich die Monteure aufhalten", sagt Dubau. Im Fahrerraum hängt ein großer Monitor, auf dem das Flottensteuerungsprogramm Webfleet den Standort eines jeden Fahrzeugs, das dem Monteur fest zugeordnet ist, anzeigt.

Auch Notdienste gehören zu den Aufgaben der Monteure. Wenn bei einer Bank das Tor der Geldschleuse defekt ist oder bei einer Feuerwehr die Fahrzeuge nicht mehr ausrücken können, weil sich das Tor nicht öffnet, dann ist schnelle Hilfe gefragt. Mussten früher alle Fahrer angerufen werden, um für außerplanmäßige Einsätze ihren aktuellen Standort zu erfragen, übernimmt diese Funktion nun das Telematiksystem: "Das Tomtom-Gerät ist ein erstklassiges Kontrollinstrument, um zu sehen, wo sich die Mitarbeiter befinden, um eventuelle Notreparaturen, die gleich in der Nähe sind, zuzuweisen", erläutert Dubau.

Kontrolle ist besser

Der Geschäftsführer macht aber auch kein Hehl daraus, dass die Telematiklösung eingesetzt wird, um die Mitarbeiter daran zu hindern, Privatfahrten mit den Transportern zu machen. Zum Kerngeschäft von Dubau gehöre es, neue Jalousien oder Tore bei gewerblichen und privaten Kunden zu installieren. Oft werde dafür ein ganzer Tag veranschlagt, tatsächlich bräuchten die Monteure aber nur einen Dreivierteltag, den sie in der Vergangenheit dafür genutzt hätten, mit dem Transporter Privatangelegenheiten zu erledigen."Das hat sich angehäuft", sagt Dubau, der auch betont, dass er nichts dagegen habe, wenn jemand ein bisschen schneller arbeite und sich dann mit dem Firmenwagen noch einen Kaffee hole. Vor allem die nun unterbleibenden privaten Fahrten hätten zur Kraftstoffund damit Geldersparnis beigetragen. "Die Mitarbeiter fühlen sich kontrolliert, das heißt, sie machen keine Privatfahrten mehr. Denn wir könnten sie sofort darauf ansprechen."

Offentheit bei der Einführung

Bei der Einführung der Telematiklösung habe Dubau von Anfang an mit offenen Karten gespielt. Auf die Frage der Monteure, warum sie jetzt kontrolliert würden, habe der Geschäftsführer ehrlich geantwortet: "Weil wir den Verdacht haben, dass ihr zu viele Privatfahrten macht." Zudem habe er auf den großen Monitor im Fahrerraum hingewiesen und erläutert, was sich das Unternehmen von der Maßnahme verspricht.

Zwei Mitarbeiter hätten, so Dubau, anfänglich Bedenken gehabt, aber es sei alles glatt gegangen. "Das Verständnis war schon nach einem Monat da", sagt der Geschäftsführer. Er ist außerdem der Meinung, dass Mitarbeiter, die gegen die Telematiklösung seien, weil sie sich nicht kontrollieren lassen wollten, etwas im Schilde führten. "Wer nichts zu verbergen hat, dem ist das auch egal."

Positiver Nebeneffekt ist nun auch, dass die Mitarbeiter keine manuellen Fahrtenbücher mehr schreiben müssen. Wöchentlich werden diese über das System ausgedruckt, so entsteht eine lückenlose Dokumentation über die absolvierten Fahrten. Diese sei vom Finanzamt anerkannt und helfe auch bei der Abrechnung mit Kunden, um die Arbeitszeiten der Monteure zu belegen. Denn auch die Standzeiten werden so erfasst.

Ausweitung nach sechs Monaten

Was zunächst nur als halbjähriger Test gedacht war, ist jetzt zur Dauerlösung geworden, denn der schnelle Erfolg hat Dubau in seiner Entscheidung bekräftigt."Webfleet hat uns sehr geholfen, weil wir innerhalb eines halben Jahres fast 7.500 Euro Benzineinsparungen hatten. Das System werden wir weiterfahren, denn es bringt uns einen erheblichen Nutzen", resümiert er. Deshalb hat er ein gutes halbes Jahr später schon ein "Upgrade" bestellt: Seit vergangenem September nutzt das Kieler Unternehmen nun die Navigationslösung mit Auftragsmanagement von Tomtom Telematics. Seitdem wird der Tagesplan mit den Routen des nächsten Tages auf das Gerät im Monteurfahrzeug gespielt. Damit soll eine weitere Zeit- und Kraftstoffersparnis erreicht werden.

In Kürze

Dubau Jalousien, Rollladen und Rolltorbau GmbH

Das 1960 von Karl Dubau gegründete Unternehmen startete ursprünglich mit Innenjalousien. Drei Jahre später gründete sein Sohn Karl-Heinz Dubau die Firma Dubau Jalousien, die Gordon Dubau 1991 gekauft, umfirmiert und seitdem von einem Handwerks- zu einem Herstellungsbetrieb ausgebaut hat. Das Kieler Unternehmen, das heute neben Rollläden und Markisen auch Rolltore, Sonnen-, Insekten- und Einbruchschutz anbietet, beschäftigt knapp 30 Mitarbeiter.

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