Kooperation: BMW will Zusammenarbeit mit Daimler intensivieren

03.07.2009 13:02 Uhr
BMW-Finanzchef Friedrich Eichiner: Markenidentitäten schützen.
© Foto: BMW

BMW und Daimler loten weiter die Möglichkeiten zum Ausbau ihrer Zusammenarbeit aus. "Wir sprechen weiter intensiv mit Daimler", sagte der BMW-Finanzvorstand Friedrich Eichiner am Freitag auf einer Branchenkonferenz in München. Dabei dürften jedoch nicht die Markenidentitäten aufs Spiel gesetzt werden, bekräftigte der Manager. Die beiden Automobilhersteller wollen durch den gemeinsamen Einkauf von Teilen und Komponenten Geld sparen. Wegen der unterschiedlichen Fahrzeugarchitekturen dürfe man nicht zu schnell mit Ergebnissen rechnen, sagte Eichiner. Es dürfte aber noch im Verlauf dieses Jahres Neuigkeiten zum Stand der Zusammenarbeit geben. "Kooperationen sind Teil unserer Strategie", betonte der Finanzvorstand. BMW arbeitet auch mit dem französischen Wettbewerber Peugeot bei den Motoren der britischen Tochter Mini zusammen. Als Kandidat für Staatshilfe sieht sich BMW derzeit nicht. Eine Bürgschaft vom staatlichen Bankenrettungsfonds SoFFin werde BMW ziemlich sicher nicht beantragen. Diese Option habe man sich angesichts der schwierigen Lage auf den Kapitalmärkten offengehalten. Wegen der Entspannung auf den Kapitalmärkten sei ein solcher Schritt derzeit aber nicht notwendig. "Wir sind jetzt nicht in einer Notlage." Bank-Tochter wird europäisch Eine Kooperation mit Daimler im Finanzdienstleistungsgeschäft schloss Eichiner aus. BMW arbeitet zurzeit daran, seine eigene Bank-Tochter zu einer Europabank umzubauen. Durch die neue Aufstellung könne BMW das Geld aus Kundeneinlagen europaweit für die Finanzierung seines Autogeschäfts nutzen, sagte Eichiner. Geplant sei auch die Gründung von Filialen der BMW Bank in ausgewählten EU-Ländern. Die Refinanzierungskosten sind durch die Finanzkrise für die Autohersteller zum Problem geworden. BMW hatte deshalb vor einigen Monaten mit dem Umbau der Finanzsparte begonnen (wir berichteten). Im Mai verfügte die BMW Bank über Einlagen von mehr als sieben Milliarden Euro. (dpa)

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