Bereits Anfang des Jahres hatte Mercedes in Detroit ein Brennstoffzellen-Fahrzeug vorgestellt. Auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt (17. bis 27. September) zeigen die Schwaben mit dem F-Cell nun die Weiterentwicklung der damals gezeigten Studie. 2009 soll die B-Klasse F-Cell in Kleinserie gehen. Die Reichweite: 385 Kilometer. Als Antrieb dient der Null-Emissions-B-Klasse ein Elektromotor mit einer Spitzenleistung von 136 PS und einem maximalen Drehmoment von 290 Nm, das bereits ab der ersten Umdrehung zur Verfügung stehen soll. Den Spurt auf Tempo 100 vollzieht der F-Cell laut Mercedes in weniger als elf Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit: 170 km/h. Den Verbrauch der Brennstoffzellen-B-Klasse beziffern die Schwaben auf umgerechnet durchschnittlich 3,3 Liter Kraftstoff. Der Mercedes F-Cell versorgt sich laut Hersteller praktisch selbst mit Energie, da das neu entwickelte Brennstoffzellensystem aus Wasserstoffgas und Luftsauerstoff elektrischen Strom generiert, der dann den Elektromotor antreibt. Als Abfallprodukt entsteht lediglich Wasserdampf. Mit einem Druck von 700 bar wird das Wasserstoffgas im Tank gespeichert. Im Gegensatz zu seinen Konkurrenten bedarf es beim F-Cell keiner stundenlangen Ladezeiten an einer Steckdose, stattdessen steht der Brennstoff-Mercedes den Schwaben zufolge schon nach drei Minuten wieder zur Abfahrt bereit. Die Energie, die der F-Cell unter anderem aus jedem Bremsvorgang generiert, speichert der Fronttriebler in einer Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 1,4 kWh. Dank Sandwichboden-Konzept soll die Brennstoffzellen-B-Klasse auch für den Alltagsgebrauch geeignet sein. So wirken sich laut Hersteller die Antriebskomponenten weder auf den 416 Liter fassenden Kofferraum noch auf das Platzangebot im Innenraum aus. (sb)