Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler startet mit dem italienischen Fiat-Konzern an seiner Seite neu durch. Beide besiegelten am Mittwoch (10. Juni) nach Chryslers nur gut fünfwöchigem Insolvenzverfahren in New York ihre Allianz. Fiat bekommt beim Einstieg zunächst 20 Prozent an dem US-Autobauer und kann den Anteil langfristig deutlich aufstocken. "Dies ist ein bedeutsamer Tag", sagte Fiat-Chef Sergio Marchionne, der künftig auch Vorstandschef des amerikanischen Herstellers ist. Das gelte nicht nur für die Chrysler- Beschäftigten, sondern auch für die weltweite Autoindustrie. Der ungewöhnlich schnelle Abschluss des Verfahrens gibt auch dem größten US-Autobauer General Motors (GM) Anlass zur Hoffnung. Die bisherige Opel-Mutter steckt seit Anfang Juni in der Insolvenz und will binnen 60 bis 90 einen Neuanfang über eine weitgehende Verstaatlichung schaffen. Der Fall ist aber weit komplizierter.