Rapsöl eignet sich nicht nur für Salat.
Biodiesel
So entsteht der Kraftstoff-Saubermann
Biodiesel ließe sich auch aus Sojapflanzen oder Sonnenblumen gewinnen. In den Klimaverhältnissen Europas hat sich jedoch Raps als die geeignetste Pflanze zur Biodieselgewinnung herausgestellt, da er einen Ölgehalt von 40 bis 45 Prozent hat. Nach der Ernte wird aus der Rapssaat so genanntes Rüböl gewonnen. Das Rüböl wird zusammen mit Methanol mit Hilfe von Katalysatoren zu Biodiesel und Glyzerin umgewandelt. Das Glyzerin wird größtenteils in der chemischen Industrie weiterverwertet.
Der Biodiesel, der auch als RME (Rapsölmethylester) bezeichnet wird, besitzt ähnliche Eigenschaften wie herkömmlicher aus Erdöl gewonnener Dieselkraftstoff. Sichergestellt wird dies durch die gesamteuropäische Norm DIN EN 14214. Da Biodiesel aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen wird, zählt man ihn zu den erneuerbaren Energieträgern. Zur CO2-Bilanz gibt es unterschiedlichste Studien. Entscheidend ist zum einen der Rohstoff, aus dem der Kraftstoff gewonnen wird und zum anderen die Energiebasis, die zur Umwandlung eingesetzt wird.
Umwelttechnisch betrachtet ist Biodiesel im Vergleich zum konventionellen Dieselkraftstoff fast schwefelfrei (< 0,001 Prozent) und produziert bei seiner Verbrennung bis zu 50 Prozent weniger Ruß-Emissionen. Vor dem Hintergrund der momentanen Feinstaub-Problematik ist dies eine herausragende Eigenschaft.
Auch bei den anderen Schadstoffemissionen hat Biodiesel erhebliche Vorteile. Benzol und andere Aromate entfallen gänzlich, die Kohlenwasserstoffemission wird deutlich reduziert. Hinzu kommt, dass Biodiesel biologisch leicht abbaubar ist. Bei Unfällen sind Boden und Grundwasser daher nur bedingt gefährdet. Hierin und in seinem hohen Flammpunkt von 120 Grad Celsius (herkömmlicher Diesel 60 Grad) liegt auch der Grund, weshalb Biodiesel nicht als Gefahrgut klassifiziert ist.
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