Fehlbetankungen
Unser Unternehmen hat eine größere Anzahl an Firmenwagennutzern. Gleichzeitig haben wir auch noch 45 Poolfahrzeuge im Einsatz. Da unsere Poolfahrzeuge bis auf eine Ausnahme mit Dieselmotoren ausgestattet sind, unsere fest zugeordneten Autos allerdings meist einen Ottomotor besitzen, haben wir hier regelmäßig Probleme. Nahezu jeden Monat wird mindestens ein Fahrzeug in der Flotte mit der falschen Kraftstoffart betankt. Wir haben bereits überlegt, die Fahrer an den entstehenden Kosten zu beteiligen. Dies wurde von unserem Vorstand allerdings abgelehnt. Haben wir noch andere Möglichkeiten, um Fahrzeugausfälle durch den Griff zum falschen Zapfhahn zu vermeiden? Frau W. aus München
Viele größere Poolfuhrparks leiden unter der Schussligkeit ihrer Fahrer. Eine einfach zu bewerkstelligende Möglichkeit ist die Anbringung von Warnschildern. Ein Aufkleber "Achtung Diesel" kann schon Wunder bewirken. Allerdings muss sich dieser auch an der richtigen Stelle befinden. Auf der Bedienungsanleitung im Handschuhfach nutzt die Warnung in der Regel wenig. Besser ist da schon das Anbringen im Fahrzeuginneren (möglichst in der Nähe der Tankanzeige). Aber auch dann müssen Sie noch damit rechnen, dass Fahrer das Schild nach einiger Zeit nicht mehr bewusst wahrnehmen.
Die konsequenteste Möglichkeit zur Erinnerung ist natürlich im Einfüllbereich des Fahrzeuges, wie sie von diversen Autovermietern praktiziert wird. Vielleicht kommt aber ja auch ein Hersteller auf den Gedanken und fertigt einen Tankdeckel in einer knalligen Farbe mit der Aufschrift "Achtung Diesel" an. Noch radikaler sind übrigens Fuhrparks im Ausland. So gibt es in England seit Längerem kleine Einbausätze, die an der Tankklappe befestigt werden. Wird diese geöffnet, erscheint ein Warnsignal und eine Stimme klärt den Fahrer über die richtige Spritart auf. Leider gibt es diese Geräte bislang nur in englischer Sprache.
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