Mittwoch, 23.05.2012
07.01.2009
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Daimler

Daimler will durch die Kooperation mit Evonik bei der Batterietechnik vorne mitmischen.

Daimler macht Bosch Konkurrenz

Daimler sucht auf dem Zukunftsmarkt Batterietechnik den direkten Wettbewerb mit großen Zuliefererkonzernen wie Bosch. Der Stuttgarter Hersteller erwägt nach einem Bericht des "Handelsblatts" (Montag), seine Lithium-Ionen-Batterien aus der im Dezember verkündeten Batterie-Allianz mit dem Industriekonzern Evonik auch weiterzuverkaufen. Mittelfristig ist auch der Verkauf an Dritte möglich, sagte der zuständige Daimler-Vorstand Thomas Weber der Zeitung.

Der weltgrößte Stuttgarter Autoteile-Hersteller hatte bereits im Sommer 2008 ein gemeinsames Unternehmen für Lithium-Ionen-Batteriesysteme mit dem südkoreanischen Technik-Konzern Samsung gegründet. Der Kampf um die technische Führung bei den für Elektroautos wichtigen Energiespeichern gewinnt damit weiter an Schärfe. Erst vor wenigen Tagen hatten auch Nissan und der Elektronikkonzern NEC ihre Zusammenarbeit bei Batterien deutlich ausgebaut. Die beiden japanischen Unternehmen planen laut Medien, mindestens 1,1 Milliarden US-Dollar in die Fertigung von Lithium-Ionen-Akkus zu stecken.

Der Daimler-Konzern arbeitet mit Hochdruck an einer neuen Modellstrategie, um die Fahrzeugflotte den Erfordernissen des Klimaschutzes besser anzupassen. 2012 sollen nach einem Bericht der "Wirtschaftswoche" (Montag) die Autos im Schnitt nur noch 136 bis 138 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer ausstoßen und damit weitgehend die Zielvorgabe der EU-Kommission von 130 Gramm erfüllen. Zum Vergleich: Ende 2007 lag der durchschnittliche Wert der Mercedes- und Smart-Flotte bei rund 180 Gramm.

S-Klasse ab 2013 ausschließlich als Hybrid

Erreicht werden soll das Ziel durch den Einsatz effizienterer und kleinerer Verbrennungsmotoren sowie einen massiven Ausbau des Angebots von Hybridfahrzeugen. So soll die nächste Generation der S-Klasse, die 2013 auf den Markt kommt, nach Informationen der Zeitschrift ausschließlich mit einem Hybridantrieb angeboten werden. Die neue E-Klasse, die in diesen Tagen auf der Detroit Motor-Show Weltpremiere hat, werde einen kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor bereits 2011 erhalten.

Vom Tisch sind allerdings wohl Pläne, auch die aktuelle Version des Geländewagens ML mit einem solchen Antrieb anzubieten. Ursprünglich sollte der Geländewagen im Herbst 2009 mit einem Hybridantrieb angeboten werden, den Daimler gemeinsam mit General Motors und BMW entwickelt hatte. Inzwischen heißt es in Stuttgart, das Auto sei "schon jetzt nicht mehr zeitgemäß". Der Grund: Der Geländewagen nutzt in der geplanten Hybridversion eine alte, wenig leistungsfähige Nickel-Metallhybrid-Batterie, die rund 200 Kilogramm wiegt. (dpa)


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