Mittwoch, 23.05.2012
14.06.2010
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Daimler-Chef Zetsche (l. mit Renault/Nissan-Lenker Ghos) will der Konkurrenz im Kleinwagen-Markt das Fürchten lehren.

Daimler will auf Kleinwagen-Thron

Daimler will der Konkurrenz im Kleinwagen-Markt das Fürchten lehren. "Wir sind Marktführer mit der S-, E- und C-Klasse", sagte Daimler-Chef Dieter Zetsche in der "Financial Times" am Montag (14. Juni). "Damit ist klar, welche Marktposition wir im Segment der kleinen Premium-Fahrzeuge anstreben." Zum Erreichen des Ziels werde auch die weitreichende Kooperation mit Renault und dessen japanischem Allianzpartner Nissan helfen.

Mit dem Fokus auf kleine Wagen ist der Daimler-Chef aber nicht allein: Auch die bayerischen Konkurrenten BMW und Audi nehmen mehr und mehr kleinere Wagen, die aber gehobenen Ansprüchen genügen sollen, in den Blick. BMW hat eine neue frontgetriebene Fahrzeugarchitektur angekündigt, auf der künftig sowohl Modelle der Kernmarke BMW als auch der britischen Tochter Mini aufbauen sollen. Audi hat gerade auf Basis des Volkswagen Polo seinen A1 als Mini-Konkurrenten ins Rennen geschickt.

Zu den Daimler-Zielen sagte Zetsche: "Wenn es um Umsatz und Gewinn geht, stehen wir klar vor BMW und Audi. Das ist die Position, die wir halten und stärken wollen." Ab dem zweiten Halbjahr 2012 soll die Autosparte eine operative Gewinnmarge von zehn Prozent erzielen. Im ersten Quartal 2010 waren es den Angaben zufolge sieben Prozent.

Zetsche verteidigte erneut die Partnerschaft mit Renault/Nissan: Der Autobauer habe zuvor mit vielen anderen Herstellern wie Fiat, Volkswagen und GM gesprochen. "Aber wir sind zur klaren Entscheidung gelangt, dass dies die beste Wahl ist", sagte er dem Blatt. Die umfangreiche Zusammenarbeit mit Renault/Nissan sieht u.a. die Nutzung einer Fahrzeugarchitektur für die Modelle Renault Twingo und Smart vor. Von dem City-Flitzer wollen die Stuttgarter auch wieder einen Viersitzer auf den Markt bringen. Zudem sollen Motoren der französisch-japanischen Allianz in den Nachfolgemodellen der Mercedes-Benz A- und B-Klasse zum Einsatz kommen. (dpa)


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