Navi-Test: Die richtige Wahl

23.11.2011 14:15 Uhr
Das Display sorgt für einen "toten Winkel" im Fahrerhaus. Besser sind Navis direkt neben der A-Säule untergebracht.
© Foto: ADAC/Vectrix

Einerseits verschaffen große Displays den Nutzern von Navigationsgeräten den Durchblick. Anderseits lassen die Riesen-Zoller den Fahrer auch blind werden – nämlich in dem Bereich, den die portablen Hartplastikboxen mit Bildschirmdiagonalen von bis zu knapp 18 Zentimetern (sieben Zoll) an der Windschutzscheibe einnehmen (siehe Foto links). Das große Display hat dann den gleichen Effekt wie der tote Winkel, mahnt der Automobilclub ADAC, der nun neun dieser Helferlein auf deren Leistungsfähigekeit und Handhabung getestet hat. Dass die Größe hier nicht entscheidend ist, zeigt der Testsieger. Dem TomTom Go Live 1015 reicht wie zwei Drittel der Test-Navis ein Fünf-Zoll-Bildschirm. Viermal "gut", aber zweimal nur "ausreichend" Die erzielte Testnote "gut" erhielten auch das Navigon 72 Premium, das Garmin 2595 LMT sowie das Falk Neo 550 – alle in der Fünf-Zoll-Klasse zu finden. "Befriedigend" zeigten sich das Becker Aktive 50, das Mio Spirit 687 (jeweils fünf Zoll) und das Medion Go Pal X4345 (4,7 Zoll). Nur mit dem Label "ausreichend" kamen das a-rival Nav-PNC 70 (sieben Zoll) und das NavGear Streetmate GTX-60-3D (sechs Zoll) aus dem Vergleich zurück. Den Schwerpunkt legten die ADAC-Experten auf die Routenberechnung, die Navigation und die Handhabung. Weitere Disziplinen waren der Lieferumfang und die Verkehrsinformationen. "Das Navigieren erledigen alle Geräte einwandfrei. Handhabung und Montage enden bei den Geräten von Medion und NavGear im Kabelwirrwarr. TomTom, Becker und Falk können hier mit der sogenannten aktiven Halterung punkten, an der das Kabel direkt angebracht ist", berichtet der Automobilclub in einer Mitteilung. Wie aktuell ist das Kartenmaterial? Ärgerlich fanden die Tester, dass die Kunden buchstäblich die Katze im Sack kauften. Denn bei keinem Hersteller war der Stand des Kartenmaterials auf der Verpackung ersichtlich, so der Vorwurf. Einen schnellen Kontakt zum Satelliten brachten die Navis von Garmin, TomTom, Navigon und Mio zu Stande. Wohingegen sich die Nutzer der Modelle von a-rival und NavGear in Geduld üben mussten. Nochmal zurück zum Thema Verkehrssicherheit. Der ADAC rät, größere Navigationsgeräte nur bei einer großen und tiefen Windschutzscheibe zu nutzen, angebracht an der linken Seite der Windschutzscheibe (neben der A-Säule). (rs)

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