Köln wird Modellregion für Elektromobilität. Wie die Ford Werke GmbH, Auto-Partner des Projekts "ColognE-mobil", am Freitag mitteilte, liegt mittlerweile eine schriftliche Absichtserklärung ("Letter of Intent") des Projektträgers Jülich für eine finanzielle Förderung vor. Damit könne der Großversuch im ersten Quartal 2010 starten, hieß es. Dabei würden unterschiedliche Aspekte wie etwa die Dauerhaltbarkeit der Batterien, Lade- und Entladezyklen, die Akzeptanz der Elektroautos und der Ladestationen sowie die Verkehrssicherheit unter Alltagsbedingungen getestet. Der Ford-Beitrag fokussiert sich den Angaben zufolge zunächst auf die Erprobung von Batterie-elektrischen Nutzfahrzeugen des Typs Transit, die als Liefer- und Verteilerfahrzeuge eingesetzt werden. In einer ersten Projektstufe würden zehn E-Transit – sieben Kastenwagen, ein Pritschenwagen sowie zwei Personentransporter – ausgewählten Unternehmen zur Verfügung gestellt, so der Hersteller. Mit im "ColognE-mobil"-Boot sitzen der Stromkonzern RheinEnergie, die Stadt Köln sowie die Universität Duisburg-Essen. Das Projekt ist Teil der "Modellregion Rhein-Ruhr" für Elektromobilität. Diese wird zusammen mit sieben weiteren Gebieten mit insgesamt 115 Millionen Euro gefördert. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen bis zum Jahr 2020 eine Million Elektroautos in Deutschland unterwegs sein. Die Landesregierung will Nordrhein-Westfalen zur ersten großräumigen Elektromobilitäts-Modellregion Europas machen – und will ihrerseits bis 2020 rund 250.000 Stromer auf die Straßen gebracht haben. (rp)