Freitag, 29.07.2016
29.01.2016
   
Elektroauto-Zulassungen

Plug-in-Hybride auf der Überholspur

Der Volvo XC90 ist mit Plug-in-Hybridantrieb zu haben.

Die Plug-in-Hybride laufen dem reinen E-Auto in Deutschland den Rang ab. Die Zahl der neu zugelassenen Steckdosen-Hybride hat 2015 laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um 145 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 11.101 Fahrzeuge zugelegt. Damit wurden erstmals nahezu so viele Plug-in-Hybride in den Verkehr gebracht wie klassische Elektroautos (12.363 Einheiten, plus 45 Prozent). Vor einem Jahr erreichten die Plug-in-Hybride gerade einmal knapp die Hälfte der E-Auto-Stückzahlen.

Einer der Gründe für diese Entwicklung ist die Flut von neuen Plug-in-Hybrid-Modellen, die 2015 auf den Markt kam. Darunter neben jeder Menge SUV wie BMW X5, Volvo XC90, Porsche Cayenne oder dem bereits überarbeiteten Mitsubishi Outlander auch entsprechende Varianten von Volumenmodellen wie Passat oder Mercedes C-Klasse.

Für die Autohersteller vereinen die Plug-in-Hybride Vorteile aus beiden Welten. Ohne die Halb-Elektroautos dürfte es nahezu unmöglich werden, die künftigen CO2-Grenzwerte der EU einzuhalten. Auf der anderen Seite können sie die Teilzeit-Stromer als sowohl sparsam und klimafreundlich wie auch absolut alltagstauglich vermarkten. Die Verbräuche von etwa um die 2 Liter sind keine Fabelwerte - aber natürlich nur mit vollgeladener Batterie und auf den ersten 100 Kilometern erreichbar. Je nach Akkugröße schaffen die PHEV genannten Halb-Stromer um die 50 Kilometer rein elektrisch. Die schwere Batterie müssen die Plug-in-Hybride natürlich auch danach noch mitschleppen, wodurch der Verbrauch gegenüber vergleichbaren konventionellen Hybridautos steigt. Ein weiterer Nachteil: Die aufwendige Antriebstechnik lassen sich die Hersteller teuer bezahlen.

Höhenflug geht weiter

Zunächst dürfte sich aber im kommenden Jahr der – relative - Höhenflug der Plug-in-Hybride fortsetzen, warten doch 2016 weitere neue Modelle mit dem elektrifizierten Antrieb auf. Darunter BMW 7er und Audi Q7, die Mercedes E-Klasse und das Mittelklasse-SUV Mercedes GLC. Auch in den günstigeren Fahrzeugklassen gibt es zunehmend Modelle, etwa BMW 3er und 2er Active Tourer oder Kias Optima. Mercedes beispielsweise hat darüber hinaus schon angekündigt, bis 2017 zehn Modelle mit dieser Technik auszurüsten, Volvo will künftig in jeder Baureihe ein Plug-in-Modell anbieten.

All die schönen Neuerscheinungen sollten allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der allergrößte Teil der verkauften Fahrzeuge weiterhin ausschließlich von einem Verbrennungsmotor angetrieben wird. Lediglich 0,35 Prozent aller Neuzulassungen 2015 waren Plug-in-Hybride. (sp-x)

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