Die Bundesregierung nimmt die Reform der Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (Pkw-EnVKV) wieder in Angriff. Das Wirtschafts- und Umweltministerium haben sich am Montag – nach langem Stillstand schon in der letzten Wahlperiode – auf wesentliche Eckpunkte für eine Novelle der Verordnung geeinigt. Laut Mitteilung sieht die Übereinkunft u.a. die künftige Einordnung von Neuwagen in eine farbige Effizienzskala vor, die mit der Verordnung erstmals in Deutschland eingeführt werden soll. Die Ermittlung der Energieeffizienz erfolge auf der Grundlage der CO2-Emissionen unter Berücksichtigung der Masse des Fahrzeugs. "Die vorgesehene Energieverbrauchskennzeichnung gibt dem Verbraucher eine wertvolle Entscheidungshilfe für den Kauf eines neuen Pkw und setzt überzeugende Anreize für die Verbesserung der Energieeffizienz in allen Fahrzeugsegmenten", erklärte Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) in Berlin. Diese werde auch von den deutschen Autoherstellern mitgetragen. Brüderle kündigte an, die "ambitionierte" Farbkennzeichnung auch in Gespräche auf europäischer Ebene einzubringen. Eine neue Pkw-Verbrauchskennzeichnung ist seit längerem in der Diskussion. Die Vorgänger-Regierung plante bereits neben den absoluten Zahlen auch Angaben über die Energieeffizienz. Dazu sollte jeder Wagen in eine von sieben Effizienzklassen – von "A" (für besonders sparsam) bis "G" (für wenig sparsam) – eingeteilt werden und so den Verbrauchern den Vergleich mit Fahrzeugen der gleichen Größe erleichtern. Eine ähnliche Kennzeichnung hat sich bereits für Haushaltsgeräte bewährt. (rp)