Samstag, 25.06.2016
04.03.2016
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Gehaltsstudie 2016

Das verdienen Flottenmanager

Von Rocco Swantusch

Im vergangenen Frühjahr hat Autoflotte erstmalig die Gehaltsstudie des Online-Stellenportals Stepstone als Basis genommen, um zu sehen, was Flottenmanager bundesweit verdienen. Nun gibt es neue Zahlen. Die Krux dabei ist, dass der Fuhrparkverantwortliche – je nach Unternehmen – in unterschiedlichen Abteilungen angesiedelt ist und nach deren Gehaltsgefüge bezahlt wird. Laut dem Benchmark des Bundesverbands Materialwirtschaft und Logistik (BME) sind die Verantwortlichen für die Firmenwagen sehr oft im Controlling oder im Einkauf zu finden. Blicken wir zunächst einmal auf die aktuellen Ergebnisse der deutschlandweiten Umfrage unter rund 50.000 Fach- und Führungskräften, die im Herbst 2015 an der Online-Befragung teilnahmen. Etwa 70 Prozent der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung, entsprechend waren 30 Prozent der Antwortgeber für Personal zuständig. In der Auswertung wurden nur Vollzeitstellen beachtet.

Wer im Bereich Finance & Controlling ansässig ist, verdiente im vergangenen Jahr im Schnitt 55.892 Euro Jahressalär – im Vorjahr waren es noch 54.798 Euro. Große Firmen bedeuten hier auch größeres Gehalt: Verdient ein Mitarbeiter bei einer kleinen Firma (bis 500 Mitarbeiter) rund 54.850 Euro, so sind es in Konzernen (über 1.000 Mitarbeiter) deutlich mehr – nämlich 59.483 Euro. Die Schere zwischen weiblichen und männlichen Mitarbeitern klafft hier mit einer Spanne von über einem Fünftel deutlich auseinander: 49.867 Euro gegenüber 60.148 Euro.

Im Ranking der Bundesländer hat Hessen die Nase vorn. Mit 63.814 Euro können Mitarbeiter als durchschnittliches Jahresbruttoeinkommen inklusive Boni rechnen. Bayern knackt ebenfalls die 60.000-Euro-Marke (60.543 Euro). Es folgen Baden-Württemberg (56.712 Euro), Nordrhein-Westfalen (NRW; 56.582 Euro) und Niedersachsen (55.579 Euro). Überraschend stark ist die Performance aus Mecklenburg-Vorpommern: Mit 54.068 Euro Jahresdurchschnittsgehalt verdient man hier mehr als in Rheinland-Pfalz (54.063 Euro), Bremen (53.000 Euro) oder Schleswig-Holstein (46.428 Euro). Selbst in Hamburg liegt der Median gut einen Tausender darunter (53.088 Euro). Die Schlusslichter sind hier Thüringen (38.636 Euro), Brandenburg (38.117 Euro) und Sachsen-Anhalt (35.048 Euro).

Neben der Region in der man arbeitet, entscheiden auch das Aufgabenfeld, die Ausbildung und die Berufserfahrung über die Lohnhöhe. Angenommen ein Fuhrparkleiter ist seit mehr als zehn Jahren im Unternehmen, dann bekommt er im Controlling im bundesweiten Durchschnitt 62.507 Euro – verfügt er statt eines schulischen Abschlusses über einen akademischen, dann sind es sogar 70.483 Euro. In der Buchhaltung variiert die Entlohnung dann zwischen 42.382 Euro und 54.335 Euro (Akademiker).

Weniger Geld in den Bereichen Einkauf und Logistik

Im Bereich des Einkaufs und der Logistik werden die Zahlen etwas kleiner, sprich die Bruttogehälter niedriger. Der Bundesschnitt liegt bei 50.788 Euro (Vorjahr: 49.184 Euro). Wobei Großbetriebe wieder besser zahlen (52.470 Euro) als kleine Firmen (47.785 Euro). Regional gesehen schneiden die Bayern am besten ab: 55.970 Euro winken im Süden als Jahressalär. Hier kann nur Hessen mithalten (54.416 Euro). Denn die Lücke zu Rheinland-Pfalz (51.954 Euro) und Baden-Württemberg (51.020 Euro) ist schon recht groß. NRW (50.677 Euro), Hamburg (47.029 Euro), Niedersachsen (44.637 Euro) und Bremen (44.386 Euro) folgen. Thüringen (41.048 Euro) sticht als bestes der fünf neuen Bundesländer immerhin das Saarland (40.833 Euro) aus. Die niedrigsten Löhne werden laut der Stepstone-Befragung in Sachsen gezahlt (37.032 Euro).

Dass ein akademischer Titel Bares wert ist, zeigt sich auch in dieser Branche: So scheffelt ein Einkäufer mit mehr als zehn Berufsjahren bis zu 64.675 Euro, sofern der Abschluss passt. Mit schulischem Abschluss sind es nur 50.751 Euro. In der Distributions- und Transportlogistik liest sich der Vergleich wie folgt: 63.154 Euro mit und 41.852 Euro ohne Universitäts- oder Fachhochschul-Abschluss.

Unter der Prämisse, dass eine Vielzahl von Vertrieblern einen Firmenwagen zu ihren Kundenterminen steuern, lohnt auch ein Blick in die Sparte Vertrieb – und damit aus Sicht der Flottenleiters ein Perspektivenwechsel. Nicht unerwartet liegt der variable Gehaltsanteil bei 16 Prozent. Der Schnitt liegt bei 54.973 Euro. Großfirmen zahlen 57.070 Euro, kleinere nur 49.764 Euro. Männer verdienen dabei ein Viertel mehr als Frauen – 57.109 Euro gegenüber 45.700 Euro. Die wirtschaftlichen Triebfedern im Süden (Baden-Württemberg und Bayern) stehen auch für die höchsten Gehälter von 58.069 Euro respektive 57.461 Euro. In Hessen und Hamburg sind es immerhin rund 56.000 bzw. gut 55.300 Euro.

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