Mitsubishi: Kein Colt mehr aus Europa

06.02.2012 14:35 Uhr
Ende des Jahres erhält vermutlich der letzte Pkw in Europa das Mitsubishi-Label.
© Foto: Mitsubishi

Der japanische Autobauer Mitsubishi Motors will künftig keine neuen Modelle mehr in Europa bauen. Auch die Produktion der beiden Fahrzeugreihen Colt und Outlander soll bis Jahresende auslaufen. Angesichts der heftigen Schwankungen auf dem Automobilmarkt, denen die Hersteller derzeit ausgesetzt sind, konnte man zu keiner vertretbaren Lösung für die Nutzung der Ned-Car-Kapazitäten innerhalb der globalen Fertigungsstruktur kommen, heißt es in der offiziellen Mitteilung. "Daher wird die Zuweisung eines neuen Serienmodells an NedCar als nicht tragfähig angesehen." Das Werk im niederländischen Born - Netherlands Car B.V. (NedCar)- fertigt seit 1991 für den Importeur. Entscheidungen über die weitere Zukunft von NedCar ab 2013 sind derzeit noch offen. Gespräche zwischen den Beteiligten sollen nun beginnen, heißt es seitens Mitsubishis. Am Standort in den Niederlanden gibt es rund 1.500 Mitarbeiter Bei einer Werksschließung würde zum ersten Mal ein großer japanischer Autobauer seine Produktion in Europa beenden. Der Autobauer wolle sich stärker auf Wachstumsmärkte wie Russland und China konzentrieren, lauten erste Spekulationen in den Medien. Mitsubishis Tochterfirma Nedcar produziert in Born mit etwa 1.500 Beschäftigten den Kleinwagen Colt sowie das Geländemodell Outlander. Doch die Anlage sei inzwischen veraltet und schöpfe ihre Kapazitäten bei weitem nicht mehr aus, so der Vorwurf. Nun wolle der japanische Mutterkonzern, dessen Neuwagenverkäufe in Europa seit vier Jahren sinken, die Fabrik verkaufen, wie japanische Medien melden. (dpa/rs)

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