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Achtung vor liebestollen Rehen

Zur Paarungszeit steigt Unfallrisiko

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Bundesweit kommt es nach Angaben des GDV im Schnitt alle zwei Minuten zu einer Kollision von Autos mit Wildtieren.
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Mitten im Sommer beginnt die Paarungszeit der Rehe. Vor allem in diesen Wochen steigt die Gefahr für Wildunfälle. Autofahrer sollten entsprechend achtsamer fahren.

Zwischen Ende Juli und Mitte August sind Rehe besonders paarungswütig. In dieser Zeit verliert das Wild oft den Blick für Gefahren. Autofahrer sollten deshalb jetzt besonders aufmerksam sein, denn viele Rehe überqueren scheinbar kopflos auch Straßen, warnt der Jagdverband Rheinland-Pfalz.

Während der sogenannten Blattzeit – der jagdliche Ausdruck für die Paarungszeit des Rehwildes – durchstreifen "verliebte" Rehböcke ihr Revier auf der Suche nach paarungswilligen Ricken und missliebigen Konkurrenten. Findet der Bock seine Herzdame, beginnt ein Liebesspiel, bei dem der Bock die Ricke vor sich hertreibt. Nicht selten überqueren beide dabei Straßen und Wege.

Im Jahr 2016 wurden allein in Rheinland-Pfalz 22.750 Verkehrsunfälle mit Wildtieren registriert. Bundesweit kommt es nach Angaben des GDV im Schnitt alle zwei Minuten zu einer Kollision von Autos mit Wildtieren. Den größten Anteil daran hat das Rehwild. Dabei sind nicht nur die Tiere gefährdet, auch für die Autofahrer bestehen große Gefahren. Ein 20 Kilogramm schweres Reh entwickelt bei einer Kollision mit einem 70 km/h schnellen Fahrzeug ein Aufprallgewicht von fast einer Tonne.

Autofahrer können mit dem richtigen Verhalten Wildunfälle selbst vermeiden. Wichtig ist angepasste Geschwindigkeit. Denn wer mit 100 km/h statt mit 80 km/h unterwegs ist, hat bereits einen 25 Meter längeren Bremsweg. Stehen Wildtiere auf der Straße, sollten Autofahrer das Licht abblenden, hupen und bremsen, aber keinesfalls ein Ausweichmanöver starten, denn die Folgen könnten schwerwiegender sein.

Ist es zum Crash gekommen, gilt es, Ruhe zu bewahren, die Unfallstelle zu sichern und die Polizei zu rufen. Ist das Wildtier noch am Leben, verständigen die Ordnungshüter den zuständigen Jäger, damit dieser das Tier von seinen Leiden erlöst. Keinesfalls darf ein verendetes Tier in das eigene Auto "eingepackt" werden, denn das wäre Jagdwilderei. Für eine Schadensregulierung mit der Versicherung sollte man sich vom Jäger oder Förster noch eine Wildunfallbescheinigung aushändigen lassen. Außerdem ist es sinnvoll, Fotos von Unfallort, Tier und Fahrzeug machen. (sp-x)




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