suchen
Aston Martin Valkyrie

Extremer Genie-Streich

11
1180px 664px
Der Aston Martin Valkyrie soll die Sportwagen-Welt schocken.
©

Der Aston Martin Valkyrie soll die Sportwagen-Welt erschüttern. Nun gibt es neue Details zum Hypercar von Red-Bull-Designer Adrian Newey.

Von Max Friedhoff/SP-X

Im Juli 2016 wurde die erste Studie zum Aston Martin-Hypercar vorgestellt, das damals noch den Namen AM-RB 001 oder den internen Codenamen "Nebula" trug. Von Anfang an waren die Grundzutaten klar: Ein Carbon-Chassis beherbergt einen frei saugenden V12-Motor, dessen Power die Kreation von Red-Bull-Racing-Designer Adrian Newey vorbei an Porsche 918, McLaren P1 und Ferrari LaFerrari schießen soll. In den letzten zwölf Monaten hat sich bei der Entwicklung des zwischenzeitlich in "Valkyrie" umgetauften Autos einiges getan.

Schon auf den ersten Blick fällt auf, dass beim Design der Außenhülle viel geändert wurde. Besonders spektakulär sind die beiden Löcher rechts und links zwischen Cockpit-Kanzel und vorderen Radhäusern, die den Blick auf die Doppelquerlenker-Aufhängung freigeben und für viel Abtrieb sorgen sollen. Unter dem Auto verlaufen nun zwei große Venturi-Tunnel, die das Fahrzeug an die Straße saugen und die Luft unter dem Valkyrie hindurch zu dem ebenfalls neuen und gigantischen Heckdiffusor führen werden. Dank diesen Maßnahmen und dem aktiven Splitter an der Front kommt der Aston Martin gänzlich ohne unästhetische Flaps, Flügelchen oder anderes Leitwerk aus.

Erstmals zu sehen sind außerdem die Scheinwerfer des Valkyrie, die zwischen 30 und 40 Prozent leichter sind als die bisher leichtesten Einheiten im Aston-Regal. Auf der längs zum Chassis verlaufenden Heckflosse sitzt außerdem die dritte Bremsleuchte – gerade einmal 5,5 mal 9,5 Millimeter groß.

Bildergalerie

Platz für zwei Personen

Auch einen Blick in den Innenraum des Valkyrie kann man nun werfen. Hier finden zwei Personen in Carbon-Mulden Platz, die Füße höher als das Gesäß positioniert – ähnlich einem Formel-1- oder LMP-Rennwagen. Um Platz zu sparen, sind die "Sitze" um fünf Grad nach innen geneigt. Der Fahrer hat lediglich die Möglichkeit, Lenkrad und Pedale auf seine Wünsche einzustellen. Auf dem Volant finden sich alle wichtigen Knöpfe, zwei Bildschirme rechts und links im Innenraum zeigen als Außenspiegel-Ersatz die Bilder zweier außerhalb des Luftstroms an der Karosserie angebrachter Kameras.

Angetrieben wird der Valkyrie von einem frei saugenden 6,5-Liter-V12, der bei Cosworth entsteht und lose auf dem Formel-1-Triebwerk von 2010 basiert. Hohe Drehzahlen sollen für einen extremen Sound sorgen. Kombiniert wird der Verbrenner mit einer Elektromotor-Einheit, die flach im Unterboden sitzt und von E-Spezialist Rimac stammt. Das angepeilte Gewicht von knapp über 1.000 Kilogramm soll die Hybrid-Einheit in ein Leistungsgewicht von 1:1 verwandeln – über 1.000 PS sind also zu erwarten. Ein Siebengang-Getriebe mit Schaltwippen überträgt die Kraft dann an die Hinterräder.

Der Elektromotor soll außerdem kurze emissionsfreie Fahrten ermöglichen und könnte auch als Rückwärtsgang zum Einsatz kommen, um Gewicht im Getriebe zu sparen. Für die Straßenlage wird ein aktives Aufhängungs-System verantwortlich sein. Klebrige Michelin-Sportreifen auf Magnesium-Zentralverschluss-Felgen halten den Valkyrie in der Bahn, wenn 2019 die ersten der 25 geplanten Exemplare an die Kunden ausgeliefert werden. Zwar hat Aston Martin bisher keinen Preis bekannt gegeben, einen mittleren siebenstelligen Betrag sollten die Interessenten aber durchaus bereithalten. 




360px 106px

Mehr

Mehr zum Thema Hochleistungsfahrzeug:





Fotos & Videos zum Thema Hochleistungsfahrzeug

img

BMW X3 M40

img

Hyundai i30 N Prototyp

img

Audi RS Q3 Performance

img

Mercedes-Benz C63 AMG Coupé

img

BMW M6 Competition-Paket


Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Vodofone

Fahrtenbuch wird digital

Flottenmanager können ab sofort ein digitales Fahrtenbuch von Vodafone nutzen. Für private Fahrten kann der Service "Vodafone Auto Tracking Business" jederzeit auf...


img
Flottenprozesse

JLR setzt auf PS-Team

PS-Team hat Jaguar Land Rover Deutschland als Neukunden akquiriert. Der Dienstleister wickelt für den Importeur die Zulassung und Außerbetriebnahme der firmeneigenen...


img
Neue Mercedes A-Klasse

Völlig losgelöst

Im Frühjahr 2018 kommt die neue A-Klasse, jetzt hat Mercedes erstmals den Innenraum gezeigt. Der ist nicht wirklich größer, aber viel digitaler als bislang.


img
Dieselskandal

BVF pocht auf Schadenersatz für Fuhrparkbetreiber

Der Fuhrparkverband fordert erneut von den Herstellern und der Politik, wegen der manipulierten Dieselfahrzeuge über einen Schadensersatz für Fuhrparkbetreiber nachzudenken.


img
Unfallstatistik

Weniger Verkehrstote im September

Der September war auf deutschen Straßen ein guter Monat. Vor allem waren weniger Tote zu beklagen.