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E-Auto-Ladesäulen

Bund fördert 6.000 Steckdosen

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Der Bund fördert den Ladepunkte-Bau, die meisten Steckdosen will Innogy installieren.
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Die E-Autoflotte wächst nur langsam. Auch der Ausbau der Infrastruktur kommt eher träge in Fahrt. Nun hat der Bund neue Förderbewilligungen ausgestellt. Die Zahl der neuen Steckdosen wird auf Dauer aber kaum reichen.

Die Förderung des Ladesäulen-Baus für E-Autos beginnt langsam zu greifen. Bislang hat die Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen (BAV) Zuwendungen für die Errichtung von rund 6.000 Ladepunkten bewilligt, wie die Bundesregierung nun auf Anfrage der Grünen im Bundestag mitgeteilt hat. Knapp 5.100 Normalladepunkten stehen gut 900 Schnellladepunkte gegenüber. Die ersten Säulen müssen spätestens im Mai 2018 in Betrieb gehen, sonst verfällt die Förderung. Die Bundesregierung geht jedoch von einer schnelleren Inbetriebnahme aus.

Größter Antragssteller ist bislang mit großem Abstand die RWE-Tochter Innogy, die 2.488 Ladepunkte mit öffentlicher Hilfe errichten will. Auf Rang zwei liegt mit 601 Ladepunkten die Stadt Hamburg. Die höchste Fördersumme erhält jedoch der Energieversorger EnBW mit fünf Millionen Euro, gefolgt von dem niederländischen Schnellladesäulenbetreiber Fastnet mit 4,1 Millionen Euro.

Bis zu 3.000 Euro pro Ladepunkt

Insgesamt will das Bundesverkehrsministerium mit dem Anfang März gestarteten Förderprogramm 15.000 Ladesäulen bis 2020 bauen lassen. Die Förderung beläuft sich auf bis zu 3.000 Euro pro Ladepunkt, von denen es pro Ladesäule mehrere geben kann, bei Schnellladepunkten werden bis zu 30.000 Euro gewährt. Hinzu kommen gesonderte Zuschüsse für den Netzanschluss. Der erste Förderaufruf lief bis Ende April, der nächste soll im September folgen. Insgesamt stehen 300 Millionen Euro zur Verfügung.

Aktuell gibt es in Deutschland laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft rund 10.700 öffentliche Ladepunkte. Für eine große Zahl an E-Autos reicht das bei weitem nicht; für eine Million Fahrzeuge wären rund 77.000 Ladepunkte nötig, 7.000 davon mit Schnellladefunktion. Wie sehr Lücken in der Infrastruktur die E-Mobilität behindern können, zeigt sich aktuell ausgerechnet im E-Auto-Wunderland Norwegen. Dank großzügiger staatlicher Förderung sind in dem skandinavischen Land mittlerweile mehr als 100.000 E-Mobile und Plug-in-Hybride auf den Straßen – so viele, dass die Ladestationen knapp werden. Die Elektrowagenvereinigung rät daher nun laut Medienberichten Personen ohne private Lademöglichkeit davon ab, batteriebetriebene Fahrzeuge zu kaufen. (sp-x)




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