suchen
14.11.2014 E-Auto

Sonderabschreibungen spalten

Reaktionen: VDIK-Präsident Volker Lange freut sich über die Sonderabschreibung für E-Autos. Beim Fuhrparkverband wartet man auf eine echte Förderung, welche die Stromer für Flottenbetreiber wirtschaftlich attraktiv macht.
© dpa

Die Politik plant wie berichtet eine Sonderabschreibung für elektrisch betriebene Dienstwagen. Die Autoimporteure finden das gut. Der Fuhrparkverband hingegen moniert Denkfehler.

Der Verband der Importeure (VDIK) begrüßt die geplante Sonderabschreibungen für elektrisch betriebene Dienstwagen. "Sie ist eine willkommene Ergänzung zum geplanten Elektromobilitätsgesetz", sagte VDIK-Präsident Volker Lange am Donnerstag laut einer Mitteilung. Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) des Bundeswirtschaftsministeriums sieht eine Sonderabschreibung im Jahr der Anschaffung in Höhe der Hälfte des Anschaffungswertes vor.

"Um jedoch das Ziel der Bundesregierung erreichen zu können, im Jahr 2020 eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu haben, muss schnellstmöglich zusätzlich eine effiziente Käuferförderung eingeführt werden, die die Preisdifferenz zu konventionellen Antrieben deutlich reduziert und sich auch auf den privaten Käufermarkt erstreckt", betonte Lange.

Darüber hinaus müsse eine effiziente Ladeinfrastruktur aufgebaut werden, die neben den konventionellen Lademöglichkeiten auch ein diskriminierungsfreies Schnellladen für alle Elektrofahrzeuge der nationalen und internationalen Hersteller ermögliche. "Es ist nicht hinnehmbar, dass große Teile der aktuell zugelassenen Elektrofahrzeuge von der geplanten Schnellladeinfrastruktur ausgeschlossen werden", so der Importeurssprecher.

Richtige Förderadresse?
Auch Marc-Oliver Prinzing, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbandes Fuhrparkmanagement (BVF), meldete sich sofort zu Wort. Er weist daraufhin, dass Fuhrparkverantwortliche bevorzugt – wenn überhaupt – E-Autos leasen. Von dem "Abschreibungsgeschenk" der Regierung würden demnach nur die Leasinggesellschaften profitieren können, findet Prinzing. Seine Meinung lässt sich ungekürzt nachlesen. Denn er hat den Autoflotte-Artikel zur geplanten Sonderauschreibung für E-Dienstwagen von gestern kommentiert. (se/kak)





Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Tankkarten

Neuer Mehrheitseigentümer bei UTA

Zwei Jahre nach dem Einstieg zieht die Edenred-Gruppe eine Kaufoption von weiteren 17 Prozent. Die Franzosen wollen den Tank- und Service-Kartenanbieter weiterentwickeln...


img
Autofahrer

Müssen Senioren bald regelmäßig zum Test?

Weniger sehen, schlechter hören, langsamer reagieren: Die Voraussetzungen für das Autofahren werden im Alter nicht besser. Beim Verkehrsgerichtstag wird deshalb...


img
Preisindex

Autofahren 2016 erneut günstiger

Für die Anschaffung und den Unterhalt von Kraftfahrzeugen mussten die Deutschen im vergangenen Jahr weniger Geld ausgeben. Der Hauptgrund: die niedrigen Spritpreise.


img
Innogy-Chef

Elektroautos könnten bald ihren Durchbruch erleben

Als Chef eines der größten deutschen Energiekonzerne ist Peter Terium am Thema Elektroautos nah dran. Für E-Autos könnte bald der Durchbruch kommen, was Terium mit...


img
55. Verkehrsgerichtstag

Höhere Bußgelder für Smartphone am Steuer gefordert

Posten, Twittern, Texten, Googeln: Viele Autofahrer nutzen das Smartphone auch während der Fahrt. Fachleute wollen die steigende Zahl der Unfälle durch Ablenkung...