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Fahrbericht Mitsubishi Eclipse Cross

Der Neue mit dem alten Namen

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Mit dem SUV-Coupé Eclipse Cross betritt Mitsubishi Neuland.
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Mitsubishi baut sein SUV-Portfolio aus. Der Eclipse Cross spielt ein wenig mit der Vergangenheit, besetzt aber ein vergleichsweise junges Segment.

Von Patrick Broich/SP-X

An SUV-Offerten mangelt es Mitsubishis Modellpalette nicht, vom kompakten ASX bis zum gewaltigen Offroader Pajero wird einiges abgedeckt. Mit dem neuen Eclipse Cross bringen die Japaner nun frische Ware in die Händler-Schauräume. Und mit dem Segment des SUV-Coupé betritt die Marke Neuland, während sie durch den Modellnamen gleichzeitig eine Verbindung zur Vergangenheit knüpft: Der Eclipse war ein Coupé, das im Straßenbild Europas vor allem in den Neunzigern häufig zu finden war.

Dass die Neuauflage mit der Zusatzbezeichnung Cross nun ebenfalls ein Coupé (wenn auch in der SUV-Liga) sein soll, erkennt man unschwer an der nach hinten deutlich abfallenden Dachlinie, wenngleich der zwischen 18.479 und 29.319 Euro netto teure Newcomer zwingend über vier Türen verfügt. Der Marktstart erfolgt zusammen mit einem neu entwickelten 1,5-Liter-Turbobenziner (120 kW / 163 PS) – der 2,2 Liter große Vierzylinder-Diesel soll später folgen.

Per Hebel zu mehr Kniefreiheit

Starten wir mal mit dem Einstieg in den Fond – hier wird es vor allem interessant, weil Coupés ja eher etwas fürs Auge als für gehobene Praxistauglichkeit sind. Zumindest die normalgroßen Europäer kommen ohne Blessuren am Kopf in den Neu-Eclipse und müssen sich auch nicht über Gebühr verrenken. Und wie viel Platz die Knie haben sollen, lässt sich per Hebel kurzerhand variieren, denn die durchaus körpergerecht geformten Rücksitze können unabhängig voneinander um 20 Zentimeter verschoben werden. Raumnot leidet hier jedenfalls niemand so schnell.

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Vorn natürlich auch nicht, da besteht eher Not, das Infotainment schnell in den Griff zu bekommen. Hier hat Mitsubishi ein bisschen von der Lexus-Truppe geklaut, die ja auch ein Touchpad verwenden. Kann man machen, ist eine nette Variation – funktioniert aber auch nicht besser als ein inzwischen eingebürgerter Dreh-Drück-Steller. Immerhin grassiert die Menüritis bei Mitsubishi noch nicht – denn das Wunschklima sowie die Regulierung der Sitzheizung wird über ständig präsente, physische Schalter geregelt. Die qua ihrer vielen Knöpfchen technoid angehauchte Innenarchitektur mit ihrer Mischung aus geschäumten Kunststoffen und etwas Glanzdekor macht einen soliden, klapperfreien Eindruck – aus dieser Perspektive jedenfalls steht einem Kauf nichts im Wege.

Tabletartiger Bildschirm im Cockpit

Infotainment heißt beim jüngsten Mitsubishi übrigens: Instrumente immer klassisch mit Analoganzeigen inklusive mechanischen Anzeige-Nadeln für Drehzahlmesser und Tacho. Das optionale Headup-Display arbeitet aus Kostengründen mit einer ausfahrenden Plexiglasscheibe statt Direkt-Projektion in die Windschutzscheibe. Kaum weniger klassisch anno 2017 präsentiert sich der große Bildschirm auf der Mittelkonsole. Mitsubishi konnte es sich nicht nehmen lassen, diesen auch tabletartig und erhöht auf der Mittelkonsole zu präsentieren. Hier hat der japanische Design-Chef Tsunehiro Kunimoto wohl einmal zu BMW herübergeschielt. Überhaupt steckt der mit einem Hauch Futurismus gesegnete Eclipse Cross voller Designzitate, so ist in der Heckpartie ein Schuss Honda CR-V verarbeitet wohl abgemischt mit einer Portion Volvo XC40. Ganz interessant erscheint der Eclipse-Abschluss bei Dämmerung, denn dann wird das grazile Lichtdesign offenbar, mit dem Kunimoto spielt.

Der Downsizing-Benziner mit 1,5 Litern Hubraum sowie Turboaufladung ist ein munter agierender und kernig klingender Vierzylinder, dem das Werk in Verbindung mit Allrad und Automatik exakt 7 Liter/100 km im kombinierten Verbrauch zugesteht. Wenn man nicht ständig mit Vollgas anfährt, bleibt die Drehzahl im Zaum, und das Fernbleiben jeglicher Schaltrucke macht sich angenehm bemerkbar. Da der Turbo schon ab niedrigen 1.800 Touren sein 250 Nm starkes Maximaldrehmoment aufbaut, lässt sich der Eclipse schon mit gemäßigtem Gaseinsatz souverän bewegen. Gefühlt könnte das Getriebe sogar schon einen Tick hurtiger in Richtung lang steuern, wenn man mal prompt überholen muss. Der Allradantrieb, mit dem die Techniker auch fahrdynamische Manöver unterstützen, fühlt sich integral an und wirkt harmonisch in den Antriebsstrang hineingeschneidert. Nahezu perfekt arbeitet auch der auf Wunsch erhältliche aktive Tempomat. Er schaltet nicht etwa vorzeitig ab, sondern bremst das Auto bis zum Stillstand herunter, um müde Fahrer bei zähem Verkehr nachhaltig zu entlasten.

Bleibt mit Spannung abzuwarten, ob ein Lifestyle-SUV bei Mitsubishi funktioniert, aber das Zeug zum Erfolg hat der Eclipse Cross jedenfalls – denn echte Schwächen fallen bei den ersten Testrunden nicht auf. Er verfügt über durchaus dynamische Handling-Eigenschaften, ohne Komfort missen zu lassen, ist mit moderner Konnektivität gesegnet (Apple CarPlay sowie Android Auto) und dank einer Vielzahl von Assistenten auch sicher. Fehlt nur noch der Selbstzünder, aber den hat man bei Mitsubishi ja schließlich versprochen. 

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