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Fahrbericht Mitsubishi Eclipse Cross

Ziemlich schräger Typ

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Der Eclipse Cross soll ab Januar 2018 neue Kunden zur Marke bringen.
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Mitsubishi steigt ins Segment der SUV-Coupés ein. Der Eclipse Cross soll ab Januar 2018 neue Kunden zur Marke bringen. Dabei zielt man vor allem auf einen japanischen Konkurrenten.

Von Michael Specht/SP-X

Von BMW kennt man den X6 und den X4. Die Bayern haben die Gattung SUV-Coupé praktisch erfunden – und fahren nicht schlecht damit. Mercedes konterte mit Coupé-Derivaten von GLE und GLC. Audi hat einen Q4 und Q8 in Planung. Dass aber ausgerechnet eine Marke wie Mitsubishi auf den Lifestyle-Zug aufspringt und ab Ende des Jahres ein solches Modell anbietet, überrascht die Branche nun doch. Der japanische Autobauer bewegt sich gemeinhin in der Liga der Brot-und-Butter-Autos. Die Geländewagen-Legende Pajero ist ein robustes Arbeitstier, eher im Busch als auf dem Boulevard zu Hause. Outlander und ASX sind gefällige SUV, die aber ohne extravagantes Design daherkommen.

Das ändert sich nun mit dem Eclipse Cross. Er soll laut Hersteller "Wegbereiter einer neuen Fahrzeuggeneration" werden und das Portfolio nach unten ergänzen, besonders im Hinblick auf das wachsende Segment kompakter SUV im Coupé-Design, zu dem beispielsweise der Toyota C-HR gehört, der sich derzeit hervorragend verkauft.

Seine Weltpremiere feierte der Eclipse Cross diesen März auf dem Genfer Autosalon. Schon vor vier Jahren zeigte Mitsubishi mit der Studie XR-PHEV, in welche Richtung man auch vom Design her künftig gehen will. Doch sieht man sich nicht als Hersteller von weich gespülten Marketing-SUVs, sondern eher als "authentische SUV-Marke". "In Europa sind 77 Prozent unser verkauften Modelle SUV und Pick-ups", sagt Unternehmenssprecher Daniel Nacass. "Wir haben eine über 80 Jahre lange Allrad-Tradition."

Mit einem Trick zu mehr Platz

Mit dem betont sportlichen Design will Mitsubishi zunächst natürlich auf sich aufmerksam machen, zum anderen soll es ein wenig an das Sportcoupé Eclipse erinnern, den man von 1989 bis 2012 baute und der als Namensgeber herhält. 4,41 Meter misst der Eclipse Cross in der Länge. Der Radstand von 2,67 Metern entspricht jenem in der Kompaktklasse. Daher sind Wunder beim Platzangebot nicht zu erwarten. Doch haben sich die Entwickler für die hinteren Passagiere einen Trick einfallen lassen. Die Rücksitzbank ist nicht nur geteilt (40:60) umlegbar und die Lehnen lassen sich in ihrer Neigung verstellen, die Bank ist auch 20 Zentimeter in Längsrichtung verschiebbar. So haben selbst Erwachsene genügend Beinfreiheit. Hinter ihnen bleibt dann immer noch ein Gepäckvolumen von 341 Litern. Ist die Bank ganz nach vorne geschoben sind es 448 Liter. Ein gutes Mittelmaß in der Klasse, aber etwa zehn Prozent weniger als ein Seat Ateca bietet.

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Das Cockpit des Eclipse Cross wirkt aufgeräumt und übersichtlich. Auf Gimmicks und Schnörkel wird verzichtet. Das Armaturenbrett ist horizontal nach dem Motto "Information oben, Bedienung unten" geteilt. Sichtbar Mühe gegeben hat sich Mitsubishi bei Verarbeitung und Wahl der Materialien. "Wir wollen hier der japanischen Handwerkskunst ein wenig Ausdruck verleihen", sagt Tsunehiro Kunimoto, der Designchef von Mitsubishi.

Auffällig ist die kleine schwarze, etwas erhobene Fläche auf der Mittelkonsole neben dem Ganghebel. Erstmals stattet Mitsubishi ein Modell mit einem Touchpad aus, ein Technik-Feature, das es bislang nur in höheren Fahrzeugklassen gibt. Funktionen wie Radio oder das Apple "CarPlay"-System lassen sich intuitiv mit dem Finger steuern. Als angenehm und entspannend erwies sich währen der Testfahrt auch das farbige Head-up-Display, in dem Geschwindigkeit und Navigationspfeile leicht ablesbar eingespiegelt werden.

Markstart im Januar

Zur Markteinführung Anfang 2018 tritt der Eclipse Cross zunächst mit dem neu entwickelten 1,5-Liter-Turbobenziner und 120 kW / 163 PS an. Der schon länger im Programm befindliche Diesel mit 2,2 Liter-Hubraum (er wurde grundlegend überarbeitet) soll etwas später im Frühjahr 2018 folgen. Den Einstiegsbenziner gibt es entweder mit manueller Sechsgangschaltung oder mit einem stufenlosen CVT-Getriebe mit acht fest installierten Übersetzungen. Den Dieselmotor kann man nur mit einer konventionellen Achtgangautomatik erhalten. Serienmäßig an Bord ist beim Selbstzünder stets der Allradantrieb. Bei ihm lassen sich dann die Fahrprogramme "Auto", "Snow" und "Gravel" vorwählen.

Der kleine Turbobenziner passt gut zum Eclipse Cross. Auffällig ist sein früh einsetzendes, maximales Drehmoment (250 Nm ab 1.500/min), was zu einem entspannten und souveränen Fahrgefühl beiträgt. Beim CVT-Getriebe gelang es den Ingenieuren, den beim Beschleunigen typischen Heul-Effekt (vorauseilende Motordrehzahl) zu minimieren. Insgesamt erweist sich der neue Mitsubishi damit als leises, komfortables und angenehm zu fahrendes Auto, mit geringen Abrollgeräuschen, guter Sitzposition und handlichen Fahreigenschaften. Lediglich die Sicht nach hinten ist gewöhnungsbedürftig und dem doppelten Rückfenster geschuldet.

Dass ein etablierter Autohersteller heute in Sachen Sicherheit und Assistenzsysteme die übliche Kost bieten muss, versteht sich von selbst. So kann der Eclipse Cross unter anderem mit Frontkollisionswarner, Spurhalteassistent, Totwinkelwarner mit Spurwechselassistent und Rückwärts-Querverkehrswarner ausgestattet werden. Leider gibt es keine Verkehrszeichenerkennung und keinen Staupiloten. Ein Novum dürfte jedoch das sogenannte "Misacceleration Mitigation System" sein. Es soll jene Unfälle vermeiden helfen, bei denen Gas- und Bremspedal verwechselt wurden. Preise will Mitsubishi erst später bekannt geben.

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