suchen
25.01.2016 Nach VW-Skandal

Maas will Verbraucherrechte stärken

Als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen prüft Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD), die Rechte der Verbraucher zu stärken.
© GDV e. V.

Einem Zeitungsbericht zufolge soll eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden, um Beschwerden von Kunden bei Neuwagenkäufen außergerichtlich beizulegen.

Als Konsequenz aus dem Abgas-Skandal bei Volkswagen prüft Bundesverbraucherminister Heiko Maas (SPD) einem Zeitungsbericht zufolge, die Rechte der Verbraucher zu stärken. So soll eine Schlichtungsstelle eingerichtet werden, um Beschwerden von Kunden bei Neuwagenkäufen außergerichtlich beizulegen, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf einen Bericht der Bundesregierung an den Bundestags-Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz meldete. Bisher existiere eine solche Schlichtungsstelle im Automobilbereich nur für Gebrauchtwagenkäufe. 

Im Mittelpunkt der Überlegungen von Maas stehe die künftige Rolle des Kraftfahrt-Bundesamtes. Es sei zu prüfen, "ob und welche Konsequenzen sich für den Aufgabenbereich des Kraftfahrt-Bundesamtes ergeben", heißt es laut Zeitung in dem zwölfseitigen Papier. Der Parlamentarische Staatssekretär im Justiz- und Verbraucherministerium, Ulrich Kelber (SPD), sagte der Zeitung: "Der Verbraucherschutz sollte auch beim Kraftfahrtbundesamt Ziel werden." 

Volkswagen hatte mit einer Software Abgas-Tests bei Dieselfahrzeugen manipuliert. In Deutschland sind etwa 2,4 Millionen Fahrzeuge betroffen. Volkswagen will Ende nächster Woche damit beginnen, betroffene Autos in Deutschland zurückzurufen. 

Eine Entschädigung für VW-Kunden in Europa soll es aber anders als in den USA nicht geben. In den USA bekommen VW-Kunden je 1.000 Dollar bestehend aus Bargeld und Gutscheinen für VW-Händler. Politiker hatten wiederholt kritisiert, dass VW Kunden in Europa nicht entschädigen will. (dpa)



Mehr zum Thema Abgas-Skandal:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Tankkarten

Neuer Mehrheitseigentümer bei UTA

Zwei Jahre nach dem Einstieg zieht die Edenred-Gruppe eine Kaufoption von weiteren 17 Prozent. Die Franzosen wollen den Tank- und Service-Kartenanbieter weiterentwickeln...


img
Autofahrer

Müssen Senioren bald regelmäßig zum Test?

Weniger sehen, schlechter hören, langsamer reagieren: Die Voraussetzungen für das Autofahren werden im Alter nicht besser. Beim Verkehrsgerichtstag wird deshalb...


img
Preisindex

Autofahren 2016 erneut günstiger

Für die Anschaffung und den Unterhalt von Kraftfahrzeugen mussten die Deutschen im vergangenen Jahr weniger Geld ausgeben. Der Hauptgrund: die niedrigen Spritpreise.


img
Innogy-Chef

Elektroautos könnten bald ihren Durchbruch erleben

Als Chef eines der größten deutschen Energiekonzerne ist Peter Terium am Thema Elektroautos nah dran. Für E-Autos könnte bald der Durchbruch kommen, was Terium mit...


img
55. Verkehrsgerichtstag

Höhere Bußgelder für Smartphone am Steuer gefordert

Posten, Twittern, Texten, Googeln: Viele Autofahrer nutzen das Smartphone auch während der Fahrt. Fachleute wollen die steigende Zahl der Unfälle durch Ablenkung...