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IAA-Vorschau - Teil 1

Von Alpina bis Citroën

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Bislang hat AMG vom kommenden Hypercar nur die Silhouette gezeigt.
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Ein neuer Polo, ein neuer X3, ein neuer A8: Die IAA 2017 wird vor allem aus deutscher Sicht viele neue Modell-Highlights bieten. Doch auch andere europäische und asiatische Hersteller fahren groß auf. Teil eins unserer Übersicht.

Von Mario Hommen/SP-X

Die kommende IAA (14. bis 24. September) ist nicht nur aus deutscher Sicht das Automessen-Highlight 2017. Trotz der Absagen von Fiat, Alfa, Nissan, Volvo oder Peugeot werden auch etliche europäische und asiatische Hersteller eine ganze Reihe automobiler Stars ins Frankfurter Scheinwerferlicht rollen. Erster Teil unserer Übersicht.

Alpina

Wenn auch kein wirklich neues Auto, sorgt der Alpina D5 S zumindest längsdynamisch für einen neuen Höhepunkt: Eine Kraftkur kitzelt aus dem Dreiliter-Biturbo-Sechszylinderdiesel des BMW 5er nämlich 285 kW / 388 PS, was eine Sprintzeit von 4,4 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 286 km/h erlaubt. Ab 88.000 Euro starten die Preise für den damit schnellsten Diesel der Welt.

AMG

Auf der IAA wird Mercedes-Tochter AMG ihr langerwartetes Hypercar vorstellen. Der Supersportwagen mit Formel-1-Technik soll allerdings erst 2019 auf den Markt kommen. Als Antrieb dient dem bislang "Project One" getauften Boliden ein nur 1,6 Liter großer V6-Motor, wie er auch in der Formel 1 genutzt wird. Dazu gesellen sich drei E-Motoren, die verschiedene Antriebskonfigurationen erlauben. Wenn alle Triebwerke volle Kraft geben, wird die Leistung über 1.000 PS liegen. Maximal 300 Einheiten des rund 2,5 bis drei Millionen Euro teuren Supersportwagens sollen gebaut werden.

Audi

Die vierte Generation des Audi A8 ist eine Machtdemonstration deutscher Autobaukunst. So dringt das Flaggschiff der Ingolstädter in neue Sphären autonomer Fahrkünste vor: Bis 60 km/h soll die Oberklasse-Limousine vollautomatisch fahren und auf Knopfdruck selber einparken können. Zudem gibt es ein 48-Volt-Bordnetz, über 40 Assistenten, ein neues Hightech-Fahrwerk sowie ein Bedienkonzept mit vielen Displays und wenig Knöpfen. Bei den Motoren bleibt der A8 weitgehend konventionell. Ein prestigereicher W12 wird wieder zu haben sein, aber auch ein Plug-in-Hybridantrieb mit 50 Kilometer rein elektrischer Reichweite.

Bentley

Für die britische Luxusmarke ist der Continental GT das Volumenmodell. Seit 2003 ist der Zweitürer im Programm. 2011 gab es eine intensive Überarbeitung, die auch als zweite Generation bezeichnet wird. Nächstes Jahr ist eine echte Neuauflage fällig, die sich erstmals auf der IAA zeigt. Unter anderem hat der GT gleich 200 Kilogramm abgespeckt, während die Leistung der W12-Version auf 635 PS gestiegen ist, was eine Sprintzeit in unter vier Sekunden und maximal 330 km/h erlaubt. Zu den Innovationen gehören reichlich neue Assistenzsysteme, riesige Displays im Innenraum und ein 48-Volt-Bordnetz. Darüber hinaus zeigt die VW-Tochter noch den Flying Spur V8 in einer sportlich akzentuierten Version namens "S Black Edition".

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BMW

Angesichts des SUV-Booms dürfte BMWs wichtigste IAA-Neuheit die dritte Generation des X3 sein. Diese kommt weitgehend konventionell vorgefahren, gibt sich allerdings schnittiger, leichter und aerodynamischer als bisher. Der Innenraum bietet viel Komfort, einen 10,2 Zoll großen Touchscreen sowie einen von 550 auf 1.600 Liter erweiterbaren Kofferraum. Das Motorenangebot umfasst Benziner und Diesel mit einem Leistungsspektrum von 184 bis 360 PS. Neue Assistenzsysteme und neue Online-Funktionen sorgen für mehr Sicherheit und Komfort. Mit dem X2 erweitern die Münchener die X-Familie eine Lifestyle-Variante des X1. Das Kompakt-SUV wird als Sports Activity Coupé bezeichnet, hat allerdings, das deuten erste Erlkönigbilder an, keinen stark coupéhaft akzentuierten Dachverlauf wie X4 oder X6. Technisch dürfte die neue Baureihe eng mit dem X1 verwandt sein. Dieser bietet Diesel und Benziner mit drei und vier Zylindern mit einem Leistungsspektrum von 100 kW / 136 PS bis 170 kW / 231 PS.

Als weitere große Modellneuheit wird der 6er GT gezeigt, bei dem es sich um den Nachfolger des 5er GT handelt. Auch als 6er bietet der GT viel Luxus und Platz innen, während die Außenhaut mit coupéhafte Eleganz versprüht. Mit besonders sportlicher Aura fällt die seriennahe Studie des Roadsters Z4 ins Auge. Im Vergleich zu früheren Z4-Generationen fallen eine kürzere Motorhaube und die schlankeren Überhänge vorne und hinten auf, die den Fahrer näher ans Zentrum rücken. Hinter dem Cockpit erinnern langgezogene Hutzen an offene Rennwagen vergangener Jahre, während die sogenannte Sharknose in der Front mit tiefliegenden Nieren den legendären Z8 zitiert. Weitere Premiere-Kandidaten der Münchener sind ein 441 kW / 600 PS starker M5, die exklusive Edition 40 Jahre vom 7er sowie das Facelift des Elektroautos i3, das zugleich die Einführung der dynamisch akzentuierten Version i3s markiert.

Borgward

Bereits 2015 diente der wiedergegründeten Marke Borgward die IAA als Bühne zur Präsentation des ersten Serienmodells BX 7. Die chinesische Marke mit deutscher Historie will aber nicht nur SUV-Hersteller sein. Im September wird erstmalig ein flaches, coupéartiges, vermutlich sportliches und elektrisch angetriebenes Fahrzeug gezeigt.

Brabus

Der Bottroper Tuner hat dem Mercedes-AMG S 65 Cabrio eine Leistungskur verpasst, die dem V12-Motor stolze 662 KW / 900 PS und 1.200 Newtonmeter Drehmoment entlockt. Die aufwändigen Modifikationen erlauben eine Sprintzeit von 3,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h – ein Topwert in der Welt der Cabriolets.

Chery

Der chinesische Autohersteller Chery will in Europa Fuß fassen. Das erste konkrete Statement dieser Expansionsgelüste ist die Präsentation einer seriennahen Kompakt-SUV-Studie auf der IAA. Der Hochbeiner soll mit emotionalem Design, Fahrspaß und feinem Innenraum punkten. Das Konzept soll zugleich Vorbote einer ganzen Modellfamilie sein, die Chery für sein langfristig angelegtes Engagement in Europa plant.

Citroën

Während die Schwestermarken Peugeot und DS der IAA fern bleiben, darf Citroen in Frankfurt einige Neuheiten präsentieren. Dazu gehört das kleine SUV C3 Aircross, das den Minivan C3 Picasso beerbt. Der Aircross setzt auf eine robust wirkende Außenoptik sowie einen geräumigen und variablen Innenraum. Das Leistungsspektrum der Drei- und Vierzylindermotoren reicht von 68 kW / 93 PS bis 100 kW / 136 PS. Marktstart ist im November zu Preisen ab 15.200 Euro.

Als weitere Premiere zeigen die Franzosen den E-Mehari als Sondermodell "Styled by Courrèges". Der 27.000 Euro teure Stromer zeichnet sich durch eine schwarze Außenoptik, einen weißen Innenraum und ein paar Extras wie ein schlüsselloses Zugangssystem aus. Als Studie präsentiert die PSA-Tochter zudem den Spacetourer Rip Curl. Es handelt sich um eine zweifarbig lackierte und mit Allradantrieb gerüstete Campingbus-Variante, die mit ihrem Abenteuer-Flair vor allem Surfer ansprechen soll.

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