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Markenausblick VW

Geld verdienen für die Stromer

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VW setzt auf E-Mobilität.
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So zukunftsorientiert sich Volkswagen derzeit auch gibt, Polo, Golf und Co müssen das Geld verdienen. Die nächsten Jahre versprechen spannende Modelle.

Von Michael Specht/SP-X

Mag der Diesel-Skandal bei VW auch teils heftig an den Nerven zehren, trotz aller Widrigkeiten steht der Wolfsburger Konzern weiterhin auf dem Gaspedal. Die SUV-Strategie findet mit dem kürzlich vorgestellten T-Roc (Golf-SUV) sowie dem im nächsten Jahr erscheinenden Touareg sowie T-Cross (Polo-SUV) ihren Abschluss. Für den Herbst steht die Einführung der sechsten Polo-Generation an. Für VW-Markenchef Herbert Diess ist der Polo in seiner Klasse "Benchmark für Technologie". Erstmalig wird es eine Erdgasversion (CNG) geben. Auch auf Diesel will man nicht verzichten, trotz aufwändiger Abgasnachbehandlung. Gestrichen ist eine dreitürige Variante. Sie lohnt sich nicht mehr, da die Nachfrage zu gering ist.

Das Kompaktmodell, gegenüber seinem Vorgänger deutlich gewachsen, steht fortan auf der A0-Plattform des MQB. Sie wird global ausgerollt. Volkswagen plant Großes mit dem Kleinen. Neben Pamplona in Spanien soll der neue Polo auch in Uitenhage in Südafrika (für Rechtslenker-Märkte), in Brasilien, Russland, China und Indien gebaut werden, teils als Kurzheck, teils als Stufenhecklimousine unter einer anderen Modellbezeichnung. Allein in China hat VW voriges Jahr über 200.000 Polo verkauft, fast so viel wie in ganz Europa.

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Eine der wichtigsten Modellvorstellungen wird Mitte 2018 der Touareg der dritten Generation. Ob das Oberklasse-SUV auch in Europa mit einem Plug-in-Hybridantrieb erhältlich sein wird, diese Entscheidung steht zurzeit noch aus. Bislang soll es diese Option nur in China geben. Technisch teilt sich Touareg die Architektur (MLB evo) mit dem Audi SQ7, Porsche Cayenne E3 und Bentley Bentayga. Der üppige Einsatz von Aluminium lässt auch den Touareg deutlich an Gewicht verlieren. Die Rede ist von rund 150 Kilogramm.

Ebenfalls noch im nächsten Jahr steht ein offiziell noch nicht bestätigtes Shooting-Brake-Derivat des Arteon auf dem Plan. Die sportlich gestylte "Kombivariante" soll Lifestyle und Funktionalität miteinander verbinden und Kunden aus dem Premiumsegment locken.

Rotstift auch beim Elektroantrieb angesetzt

2019 ist Golf Generation 8 dran, sofort und eindeutig wieder als Golf zu erkennen. Ein Muss im Design. Auch in der Größe bleibt VWs Bestseller seinen Abmessungen treu, wirkt aber insgesamt ein bisschen schärfer profiliert. Selbstredend, dass er voller digitaler Features und vieler elektronischer Assistenten steckt, die sonst nur in höheren Klassen zu finden sind. Wie beim Polo entfällt der Dreitürer. Der Rotstift wurde auch beim Elektroantrieb angesetzt. Der Golf ist als Plug-in-Hybrid GTE mit dann größerer Reichweite von 70 Kilometern erhältlich, während der e-Golf ab 2020 dem I.D. weicht. Er bietet bei etwa gleichen Außenabmessungen nicht nur das bessere Innenraumkonzept, sondern aufgrund des größeren Batterie-Packages auch deutlich mehr Reichweite (bis zu 500 km). Der I.D. kann damit zum Erstfahrzeug im Haushalt werden.

Ein wichtiges Thema in Wolfsburg ist derzeit die Van-Strategie. Was wird aus Caddy, Touran, Sharan und T6 nachdem Diess bekannt gegeben hat, den I.D. Buzz zu bauen, sowohl als Bus als auch in einer Lieferwagen-Variante. Letztere dürfte besonders für Handel und Gewerbe interessant sein, die zu Kunden in innerstädtischen Umweltzonen müssen. Unantastbar bleibt die Transporter-Baureihe mit konventionellen Antrieben. Dessen Nachfolger (T7) wird vermutlich 2020 erscheinen. Weil der I.D. Buzz in der Außenlänge vergleichbar mit einem Sharan ist, innen aber mehr Platz als dieser bietet, wird eine neue Sharan-Generation wohl dem MQB abgeleitet werden, etwa durch die Vergrößerung der Touran-Bodengruppe. Aus dieser ließe sich auch der nächste Caddy ableiten. In China wird sie bereits für einen MPV verwendet.

Trotz aller Elektro-Euphorie: VW wird noch viele Jahre den Großteil seiner Produkte mit konventionellem Antrieb verkaufen. "Wir investieren derzeit mehr Geld in die Entwicklung neuer Verbrennungsmotoren als je zuvor", so Diess. Zum Ende dieses Jahrzehnts will man unter anderem einen neuen Zweiliter-Vierzylinder-Diesel fertig haben. Der intern genannte EA 288 evo Motor soll dann bereits die superstrenge Abgashürde Euro 7 schaffen.

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