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Nissan GT-R Nismo

Feintuning für den Boliden

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Nissan GT-R Nismo: Der neue Frontspoiler soll den Motor besser mit Kühlluft versorgen.
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Nissan enthüllt seinen aufgefrischten Topsportler GT-R thematisch passend zum 24-Stunden-Rennen am Nürburgring. Es galt aber: Nur gucken, nicht fahren.

Von Patrick Broich/SP-X

Stückchenweise bringt Nissan uns näher, dass der Zeitpunkt einer umfassenden GT-R-Revision so langsam gekommen ist. Und wenn die Standard-Varianten des 2007 debütierten Supersportlers ein Facelift erhalten – wie bereits im Frühjahr gezeigt, dann musste auch der Nismo folgen.

Für den Stammtisch taugt der optisch behutsam angefasste Nissan nicht mehr. So spannend Nismo-Chefingenieur Hiroshi Tamura auch referieren mag über die zahlreichen Verbesserungen des bulligen Straßenfegers – es bleibt doch bei den bisherigen 441 kW / 600 PS. Das soll ihn aber keineswegs daran hindern, Hobbyrennfahrern künftig bessere Rundenzeiten zu bescheren. Denn eine Versteifung der Karosseriestruktur vor allem im Bereich der C-Säule soll mehr Stabilität in das Fahrverhalten bringen. Stichwort Fahrverhalten. Dieser Bereich scheint den Entwicklern ein ganz besonderes Anliegen gewesen zu sein – nicht umsonst haben sie noch einmal Hand an das gesamte Setup gelegt. Überarbeitete Adaptiv-Dämpfer und Federn plus Stabilisatoren sollen demnächst für deutlich mehr Fahrfreude sorgen.

Das veränderte Layout des Frontspoilers hat nicht nur optische Gründe – auch der Luftstrom soll dem sechszylindrigen 3,8-Liter-Doppelturbo bald effektiver zugefächelt werden, um ihn besser zu kühlen. Schließlich sind belastende Tracks die Heimat eines GT-R und nicht die Flaniermeile.

Imagebildende Maßnahme

Ausgerechnet dort wird er aber wohl auch künftig immer wieder eingesetzt werden, denn genauso wie das Topmodell für Nissan durchaus eine imagebildende Maßnahme ist, dürfte der Allradler für manche weniger rennaktiven Kunden eine Sache von Prestige sein. Womit sich die Frage auftut, ob er auch im Alltag uneingeschränkt einsetzbar ist. Eingeschränkt ist er es sicherlich. Für Ästheten und Funktionalisten, denen das Interieur bisher sowohl zu trist als auch zu wirr war, hat der Konzern die Innenarchitekten noch einmal antreten lassen.

Und tatsächlich wirkt der Innenraum selbst bei einem flüchtigen Blick schon aufgeräumter. Ein Vergleich zeigt: Die Fläche mit den vormals willkürlich verteilt scheinenden Knöpfchen in stattlicher Anzahl ist verschwunden. Von den 27 Tipptastern sind lediglich 11 übriggeblieben. Das über der Bedieneinheit liegende Multifunktionsdisplay hat außerdem deutlich an Größe gewonnen und wirkt besser integriert, seit man für die Lüftungsdüse daneben einen alternativen Platz gefunden hat. Üppig eingesetztes Alcantara zweck Armaturenbrett-Ummantelung verleiht der Fahrgastzelle außerdem einen ungewohnt edlen Touch.

Ab Anfang nächsten Jahres soll der renovierte und rund 126.000 Euro netto teure GT-R Nismo vom Band rollen, und zwar ein Exemplar pro Tag.

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