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15.03.2016 Sixt

"Vermietgeschäft wird nicht sterben"

Mischt auch mit 71 Jahren noch kräftig mit: Erich Sixt.
© dpa

Ein Erfolg jagt den nächsten: Sixt gibt mal wieder rosige Geschäftszahlen bekannt. Gute Nachrichten gibt es auch für die Anleger – und damit im besonderen Maße auch für den Firmenchef.

Deutschlands größter Autovermieter Sixt fährt den eigenen Erwartungen mit einem weiteren Rekordjahr davon. Der Autovermietmarkt und das Leasinggeschäft seien nach wie vor Wachstumsmärkte, sagte Firmenchef Erich Sixt am Dienstag in München. Sixt habe sich im In- und Ausland deutlich dynamischer entwickelt als die Mobilitätsmärkte insgesamt. "Das klassische Vermietgeschäft wird nicht sterben." Große Pläne gibt es weiter für die USA.

Bereits zuletzt seien insbesondere die Expansion des Verleihgeschäfts in Westeuropa sowie in den USA Wachstumstreiber gewesen. 49 Prozent der Erlöse in diesem Bereich würden mittlerweile im Ausland erzielt. Die Vereinigten Staaten, größter Vermietmarkt der Welt, hätten sich fünf Jahre nach Geschäftsstart schon zum größten Auslandsmarkt entwickelt. Konkrete Zahlen nannte Sixt allerdings nicht.

Nur so viel: Wenn die Entwicklung so weiter geht, werde der US-Umsatz den des deutschen Marktes innerhalb der kommenden fünf bis zehn Jahre überholen. Bislang werden hier noch Verluste im hohen einstelligen bis niedrigen zweistelligen Millionenbereich gemacht. "Gewinne in den USA könnten wir sofort machen, wenn wir die Expansion stoppen", sagte Sixt.

Für 2015 gab das Unternehmen, das zuletzt die Leasing-Tochter an die Börse gebracht hatte, ein Ergebnis vor Steuern von 185,2 Millionen Euro bekannt – eine Steigerung um 18 Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn lag unterm Strich bei 128 Millionen Euro. Bereits 2014 hatte das Unternehmen mehr verdient als je zuvor. Das meiste Geld wird nach wie vor in der Vermietung erlöst: 2015 waren es gut 1,5 Milliarden Euro – bei einem Gesamtumsatz von 2,18 Milliarden Euro.

Für das Geschäftsjahr 2016 ist Sixt ebenso zuversichtlich, aber gewohnt vorsichtig. Aufgrund weiterer Expansionskosten rechnet das Unternehmen mit einem stabilen bis leicht steigenden Ergebnis. Sixt weiß allerdings auch, dass der Erfolg nicht zwingend ewig währt: "Irgendwann wird uns schon etwas erwischen", sagte der 71-Jährige. Und: "Glauben Sie mir: Ich hab in meiner Laufbahn auch ganz schöne Böcke geschossen."

Höhere Dividende

Gute Nachrichten gibt es schon jetzt für die Anleger: Sixt kündigte an, die Ausschüttung um 25 Prozent anzuheben. Inklusive Bonus von 60 Cent ergibt sich eine Dividende von 1,50 Euro. "Das betrifft mich als Aktionär natürlich auch", sagte Sixt, selbst Mehrheitsanteilseigner. Der Konzern plant zudem einen Aktienrückkauf im Wert von bis zu 50 Millionen Euro bis Ende des Jahres. Am Markt kam dies gut an, die im SDax notierten Sixt-Stämme verteuerten sich um mehr als drei Prozent. Papiere der Leasingtochter Sixt Leasing rückten um knapp zwei Prozent vor. (dpa)



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