suchen
19.10.2016 User-Chooser

Gebildet, finanzkräftig, markentreu

Dataforce hat die Spezies der User-Chooser unter die Lupe genommen.
© XiXinXing/Getty Images/iStockphoto

Leasingrate, Automarke und Klasse bilden gemeinhin den Rahmen, in dem sich ein User-Chooser bei der Wahl seines Firmenautos bewegen muss. Dataforce hat jetzt genauer hingesehen.

Was zeichnet User-Chooser aus? Dataforce hat diese Spezies der Firmenwagen-Fahrer in einer Studie genauer untersucht. Das zentrale Ergebnis: Den klassischen, homogenen User-Chooser gibt es nicht. Doch es finden sich einige Gemeinsamkeiten. Nach den Angaben haben diese Mitarbeiter – verglichen mit dem deutschen Durchschnitt – einen höheren Bildungsabschluss. So besitzen 67 Prozent mindestens Abitur.

Auch das Nettoeinkommen fällt der Studie zufolge wesentlich höher aus. So stehen zwei Drittel der User-Chooser ein Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 3.000 Euro im Monat zur Verfügung. Die Hälfte verfügt sogar über mehr als 4.000 Euro. Zum Vergleich: Der Großteil der deutschen Haushalte (70 Prozent) muss mit Nettoeinkünften von bis zu 3.000 Euro auskommen.

In der schnelllebigen Arbeitswelt setzen Unternehmen verstärkt auf Dienstautos zur Motivation und Bindung ihrer Mitarbeiter. Dabei spielen die Freiheiten bei der Fahrzeugwahl eine durchaus bedeutende Rolle. Laut Dataforce können 73 Prozent der Firmenwagenfahrer ihr Modell im Rahmen gewisser Beschränkungen selbst wählen. In den Entscheidungsspielraum fließen demnach in der Car Policy festgelegte unternehmensbezogene Kriterien, soziale Normen des Fahrers und dessen persönliche Präferenzen mit ein.

Eine Auswertung hinsichtlich der Marken und ihre Fahrer zeigt: Jeder vierte Audi-Fahrer wählt sein Modell bei einer Leasingrate bis maximal 700 Euro. 17 Prozent haben keine finanzielle Obergrenze. Den BMW-Fahrern steht sogar noch mehr Geld zur Verfügung – hier kann sich knapp ein Viertel ohne Leasinggrenze sein Fahrzeug konfigurieren. Für diejenigen mit Limit lautet die Vorgabe am häufigsten (21 Prozent) 900 Euro. Jeder vierte VW-Fahrer muss dagegen mit einer maximalen Leasingrate von 500 Euro haushalten. Auch der Anteil der Kauffahrzeuge ist beim Branchenprimus mit 25 Prozent höher.

Loyal zu Marke und Modell

Beim Blick auf die Hierarchieebenen stellte Dataforce ebenfalls eine hohe Divergenz fest: So haben zwei von drei User-Choosern aus dem mittleren Management beim Grad der Wahlmöglichkeit ausschließlich eine finanzielle Obergrenze. Weniger überraschend: Nur jeder zehnte Mitarbeiter im Vertriebsaußendienst kann ohne Regeln ein Fahrzeug konfigurieren. Hier ist das Fahrzeug bekanntlich ein Arbeitsplatz, dessen wichtigste Funktionen vom Arbeitgeber geregelt sind. 65 Prozent aus dem oberen Management hingegen wählen komplett ohne Richtlinien ihren Dienstwagen aus.

"Eine zusammenfassende Erkenntnis der Studie ist es, dass User-Chooser grundsätzlich eher marken- und modellloyal sind als Privatwagenfahrer, und der Dienstwagen noch häufiger den Status in der Gesellschaft widerspiegelt", resümieren die Frankfurter Branchenexperten. In puncto "Wunschauto" würden vermehrt Marken als konkrete Modelle genannt. Die Autohersteller sollten deshalb im Marketing verstärkt das gesamte Markenimage aufgreifen. (rp)



Mehr zum Thema User Chooser:






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
55. Verkehrsgerichtstag

Höhere Bußgelder für Smartphone am Steuer gefordert

Posten, Twittern, Texten, Googeln: Viele Autofahrer nutzen das Smartphone auch während der Fahrt. Fachleute wollen die steigende Zahl der Unfälle durch Ablenkung...


img
Faire Mietwagen

Branche verspricht Besserung

Kunden von Autovermietern berichten immer wieder über Abzocke. Eine neue Selbstverpflichtung der Branche soll diese ab sofort verhindern.


img
Fahrbericht Lexus IS

Teuflisch erneuert

Lexus, die feine Tochter von Toyota, spendiert ihrem IS eine Verjüngungskur. Die sportliche Limousine trägt jetzt ein noch grimmigeres Gesicht, verwöhnt mit einem...


img
Subaru XV

Crossover-Premiere in Genf

Subaru poliert den XV zum Modellwechsel auf. Aus dem eher unauffälligen Allrader wird ein dynamischer Crossover.


img
Nutzfahrzeug-Neuzulassungen

Transporter sorgen für Rekordjahr

Die gute gesamtwirtschaftliche Lage hat 2016 den deutschen Nutzfahrzeugmarkt angekurbelt. Auch 2017 dürfte ein gutes Jahr werden.