Ford hat im Juni sein bundesweites Carsharing-Angebot (Ford2go) gestartet. Das Projekt befindet sich in der Pilotphase, bislang sind sieben Autohäuser mit im Boot. Die Händler fungieren als Service- und Ansprechpartner vor Ort. Der Kooperationspartner Flinkster der Deutschen Bahn bietet das Carsharing in allen großen ICE-Bahnhöfen an.
Unter den Pilothändlern befindet sich das Autohaus A. Lückenotto in Rheda-Wiedenbrück. Wie dessen Geschäftsleitung bei der Auftaktveranstaltung mitteilte, soll das System nun nach und nach über die Bundesrepublik ausgerollt werden. Das finanzielle Risiko der Autohaus-Beteiligung liege beim Händler. Lückenotto startet sein Engagement mit drei silbernen Ford Ka. Die Fahrzeuge haben feste Standpunkte, an denen sie abgeholt und auch wieder abgestellt werden können. Diese gekennzeichneten Parkplätze sind den Carsharing-Fahrzeugen vorbehalten.
Ford setzt Impulse für Neukunden
Der Nutzer schließt im Autohaus einen Rahmenvertrag ab und zahlt eine einmalige Grundgebühr von 9,90 Euro. Durch die Registrierung erhält der Kunde dann die Möglichkeit, auf alle Autos des Ford-Carsharing sowie Flinkster-Fahrzeuge zuzugreifen. Mit einer Zugangskarte lässt sich das Auto öffnen lässt, der Schlüssel befindet sich im Handschuhfach. Die Buchung ist über Internet, Smartphone-App oder Telefon möglich. Für die Nutzung zahlt der Kunde einen Zeitpreis ab 1,50 Euro plus den Kilometerpreis von 0,19 Euro.
Ford verspricht sich vom Carsharing ein "profitables Geschäftsfeld, das zudem positive Impulse hinsichtlich der Kundengewinnung setzen wird". Die Autohäuser hätten bereits großes Interesse gezeigt, sich einzubringen. "Die Teilnahme an Ford2go steht allen Vertragspartnern offen", erklärte der Chef der Ford-Werke, Bernhard Mattes, im März dieses Jahres. Der Autobauer hat derzeit in Deutschland 776 Händler und 1.108 reine Service-Betriebe. (se)