Studie: Wenige E-Impulse

23.05.2013 12:45 Uhr
Die aktuelle Studie zur Entwicklung der Elektromobilität zeigt, dass es an vielen Stellen noch hakt.

Die Elektromobilität kommt einer Analyse zufolge nicht richtig in Schwung. Es gebe noch viele ungelöste Probleme, wie aus dem am Mittwoch vorgelegten "Index Elektromobilität" der Beratungsgesellschaft Roland Berger Strategy Consultants und der Forschungsgesellschaft Kraftfahrwesen Aachen hervorgeht.

Die Herstellung von Elektrofahrzeugen sei für die Autohersteller immer noch finanziell unattraktiv. "Beim Verkauf von Elektrofahrzeugen realisieren Automobilhersteller viel geringere Deckungsbeiträge als beim Verkauf von Autos mit konventionellem Antrieb", hieß es. Der Index vergleicht die Wettbewerbsposition der sieben führenden Autonationen Deutschland, Frankreich, Italien, USA, Japan, China und Südkorea in der E-Mobilität.

CO2-Ziele als Zankapfel

Ungelöst sei außerdem das Problem der mangelnden Infrastruktur für E-Mobilität. Die eingeschränkte Reichweite der Elektrofahrzeuge werde sich voraussichtlich erst nach 2020 durch effizientere Speichertechnologien verbessern. Unter den einzelnen Ländern halte Südkorea im Technologiebereich weiterhin die Spitzenposition. Danach folge Deutschland. In allen untersuchten Ländern sinke die öffentliche Förderung für Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilität, mit Ausnahme von China.

In einem am Dienstag bekanntgewordenen Brief an Kanzlerin Angela Merkel warnte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann, vor "überzogenen" CO2-Regulierungen in Europa sowie indirekt vor dem Verlust von Arbeitsplätzen. (dpa)

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