Nach der Naturkatastrophe in Japan versucht Toyota in seiner krisengeschüttelten Produktion den Hybrid-Modellen Vorrang einzuräumen. Das Unternehmen kündigte am Donnerstag (24. März) an, den Bau dreier Modelle mit kombiniertem Elektro- und Verbrennungsmotor von nächster Woche an wieder aufzunehmen. In Japan laufen bisher nur Toyota-Werke für Ersatzteile und für Komponenten, die für die Fertigung in Übersee benötigt werden. Die Produktion werde sich auf den Prius-Van konzentrieren sowie auf die Hybrid-Modelle HS250h und CT200h der Premiummarke Lexus. Das Unternehmen begründete den Vorrang der drei Modelle mit der besonders starken Nachfrage, wie Kyodo meldete. Am Mittwoch (23. März) hatte Toyota erklärt, dass sich der Verkaufsstart des neuen Prius-Hybridvans im Heimatland verzögere (wir berichteten). Es sei bereits absehbar, dass der geplante Termin Ende April nicht einzuhalten ist. Der Prius und die beiden Premium-Hybride sollen in den Werken gebaut werden, in denen ihre Produktion auch bisher lief. Es sei aber wahrscheinlich, dass weniger Wagen als gewöhnlich vom Band rollten, hieß es unter Berufung auf einen Unternehmenssprecher. Toyota hat nach dem Erdbeben und der Tsunami-Wasserwalze erhebliche Probleme mit der Bauteile-Anlieferung – die Versorgungskette ist hochempfindlich. Auch in US-Werken Unterbrechungen Mittlerweile sind die Schwierigkeiten im Toyota-Heimatland Japan auch im wichtigen Absatzmarkt USA zu spüren. Wie der Konzern in New York mitteilte, sind in den Nordamerika-Werken "einige Unterbrechungen" wahrscheinlich. Es sei noch zu früh, Standorte und Zeiten zu nennen. Zwar stamme der Großteil der Bauteile von etwa 500 Zulieferern aus Nordamerika selber und bei den Teilen aus Japan gebe es noch einen gewissen Vorrat - der gehe aber absehbar zur Neige. Derweil gab Honda bekannt, die Autoproduktion in zwei Werken bis mindestens zum 3. April auszusetzen. In einem weiteren Werk solle die Motorrad-Herstellung aber Montag (28. März) wieder anlaufen. (dpa)