Tankstellenmarkt 2011: Treue Kunden an der Zapfsäule

30.01.2012 11:03 Uhr
Die Aral-Tankstellen verkauften rund 23 Prozent des Kraftstoffes in Deutschland und liegen damit vor den Shell-Zapfanlagen (21,5 Prozent).
© Foto: erdgas mobil

Trotz der hohen Benzinpreise im vergangenen Jahr haben nur relativ wenige Autofahrer ihre Tankstelle gewechselt. Nach Schätzungen des Energie-Informationsdienstes (EID) verringerten sich die Marktanteile der beiden Marktführer Aral und Shell nur um einige Zehntelprozente. Das sei angesichts der Unruhe auf dem Markt etwas erstaunlich, sagte EID-Chefredakteur Rainer Wiek der Nachrichtenagentur dpa in Hamburg. Ende 2011 zählte der Branchendienst EID in Deutschland 14.723 Tankstellen, das sind 21 weniger als im Jahr 2010. Aral, Shell und Jet bleiben Spitzenreiter Spitzenreiter bleibt Aral mit nach den Schätzungen des EID aktuell rund 23 Prozent Marktanteil. Ebenfalls stabil auf Platz zwei folgt Konkurrent Shell mit 21,5 Prozent Marktanteil, vor Jet (10,5 Prozent), Esso und Total (jeweils 7,5 Prozent). Diese fünf Unternehmen (zusammen 70 Prozent) beherrschen nach Ansicht des Kartellamtes den deutschen Markt und bilden ein Oligopol, was die Unternehmen allerdings entschieden bestreiten. Als Ladenhüter zeigte sich 2011 immer noch der umstrittene Kraftstoff E10. Nach vielen Verzögerungen ist E10 seit einigen Wochen in ganz Deutschland flächendeckend verfügbar und mit einem Abstand von drei Cent die günstigste Benzinsorte. Dennoch dümpelt der Absatz auf dem Gesamtmarkt bei unter zehn Prozent dahin. Bei Shell und Aral soll inzwischen aber annähernd jeder fünfte Liter Otto-Kraftstoff E10 sein. (dpa)

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