Freitag, 25.05.2012
24.02.2010
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Studie

Experten erwarten in den kommenden Jahren eine Konsolidierung unter den Akkuherstellern.

Überkapazitäten bei Akkuherstellern erwartet

Trotz des aktuellen Hypes um das Elektroauto werden mittelfristig nur sechs bis acht global tätige Akkuhersteller überleben. "Das Geschäft der Hersteller von Lithium-Ionen-Akkus brummt derzeit, aber schon in den kommenden fünf bis sieben Jahren erwarten wir eine massive Konsolidierung", sagte Wolfgang Bernhart, Experte für alternative Antriebstechnologien bei Roland Berger, am Dienstag in München anlässlich der Vorstellung der neuen Studie "Powertrain 2020 – Li-Ion batteries – the next bubble ahead?".

Branchenkenner erwarten, dass Elektroantriebe in den kommenden zehn Jahren dank erheblicher Kostensenkungen bei Akkus in allen großen Automärkten Marktanteile hinzugewinnen. Gemäß des aggressiven Marktszenarios von Roland Berger steigt die Nachfrage nach den Stromern und Plug-in-Hybriden aber nicht in dem Maße wie das Angebot der Batterien. Folge seien zwischen 2014 und 2017 erhebliche Überkapazitäten, insbesondere in den USA und in Japan. Werden die von den Produzenten angekündigten Investitionen umgesetzt, werde die installierte Kapazität bereits 2015 doppelt so hoch sein wie die prognostizierte Nachfrage, so Bernhart.

Dem Experten zufolge steigt der Druck auf die Batteriehersteller auch durch den hohen Forschungs- und Entwicklungsaufwand sowie hohe Investitionsausgaben. Diese seien nötig, um die Kosten rasch zu senken. "Die kritische Größe wird 2015 bei einem Umsatzvolumen von rund 600 Millionen Euro liegen", erklärte Bernhart. Er forderte die westlichen Regierungen zum Handeln auf, um die Zukunftstechnologien nicht an Asien zu verlieren. Richtung Hersteller sagte der Fachmann: "Die Risikofaktoren häufen sich. Aber bei einem umsichtigen Management werden Elektroantriebe weiterhin ein profitabler Zukunftsmarkt sein." (rp)

 

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