Der Deutsche Verkehrsclub (VCD) hat Bund und Länder aufgefordert, "konsequente Schritte zur Luftreinhaltung und für mehr Klimaschutz" einzuleiten. Dafür müssten die Voraussetzungen für den Einbau von Rußpartikelfiltern in Diesel-Pkw verschärft werden, hieß es in einem jetzt veröffentlichten Hintergrundpapier. Bereits vom 1. Januar 2005 an dürfe es eine Steuerförderung nur geben, wenn der von der Bundesregierung geplante Grenzwert für den Ausstoß der gefährlichen Rußpartikel von 8,5 auf 2,5 Milligramm pro Kilometer herabgesetzt werde, sagte der VCD-Vorsitzende Michael Gehrmann. Nach Ansicht von Gehrmann ist ein Grenzwert von 8,5 Milligramm auch ohne teuren Rußfiltereinbau zu erreichen. Die derzeit geplante Steuerförderung von 600 Euro wäre unter diesen Bedingungen eine von der EU nicht erlaubte Subvention. Der VCD mahnte zusätzlich eine generell nur noch von den Kohlendioxid-Emissionen und nicht mehr vom Hubraum abhängige Kfz-Besteuerung für Benziner sowie eine EU-weit verbindliche Spritverbrauchsanzeige der Autohersteller an. (rp)
Verkehrsclub fordert strengere Diesel-Vorgaben
Regierung soll Grenzwert für den Rußpartikel-Ausstoß von 8,5 auf 2,5 Milligramm pro Kilometer herabsetzen