Wegen zuletzt mangelnder Verkaufsleistung dünnt Chevrolet sein Vertriebsnetz in Deutschland aus. Der Importeur hat 66 Handelspartnern mit einer Frist von zwei Jahren die Vertriebs- und Serviceverträge gekündigt. Entsprechende Medieninformationen bestätigte ein Chevrolet-Sprecher gegenüber unserem Schwesterportal "Autohaus Online". Die GM-Marke hat hierzulande 350 Vertriebspartner, hinzu kommen 214 reine Servicebetriebe. Das Fabrikat begründete die Kündigungen mit der unbefriedigenden Marktperformance in den vergangenen Monaten, vor allem im Privatkundenbereich. Im November brach die Zahl der Chevy-Neuzulassungen laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) um ein Viertel auf 1.794 ein. In den ersten elf Monaten 2011 lag die Marke mit 27.095 Einheiten aber noch deutlich im Plus (24,3 Prozent). Der Marktanteil beträgt auf Jahressicht 0,9 Prozent. Damit ist das Unternehmen nicht weit von seiner Zielmarke von einem Prozent entfernt. "Das ist für mich primäres Ziel", hatte Deutschland-Geschäftsführer Steffen Raschig vor wenigen Monaten gegenüber Autohaus Online gesagt. Dank einer großen Modelloffensive will Chevrolet in den kommenden Jahren hierzulande bis zu 60.000 Fahrzeuge verkaufen. Raschig: "Das könnte bereits 2016 der Fall sein." (rp)