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Ausgabe 07/2017

Aufholjagd

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© AUTOFLOTTE

Mit dem Compass war Jeep im Boom-Segment der Kompakt-SUVs bislang kaum wettbewerbsfähig. Die neue Generation muss sich aber nicht mehr hinter Tiguan und Co. verstecken.

_ Die Krönung der Marke, das ist laut FCA der neue Jeep Compass. Mit seinem Vorgänger hat der 4,40 Meter lange und für Europa in Mexiko gebaute Kompakt-Jeep nichts mehr zu tun. Er teilt sich die Technik mit dem Jeep Renegade und füllt die Lücke zwischen diesem und dem nächstgrößeren Cherokee.

Stimmige Linie

Weder die Kulleraugen des Renegade noch die Doppelstockscheinwerfer des Cherokee fanden den Weg in die Compass-Front. Den typischen Jeep-Grill umrahmen modern gezeichnete Breitband-Scheinwerfer, die Fensterlinie steigt hinten stark an und das Heck schließt mit geteilten Rückleuchten ebenfalls klar gegliedert ab. Charakteristisch ist die von der oberen Fensterlinie in die untere Linie der Heckscheibe überlaufende Chromleiste. Auch innen macht der Compass einen guten Eindruck. Das Cockpit ist modern gezeichnet und gibt bei der Bedienung keine Rätsel auf - Gleichses gilt für das Infotainmentsystem Uconnect. Ebenfalls stimmig wirkten auf den ersten Blick Verarbeitung und Materialauswahl.

In Deutschland gibt es den Compass ab Juli mit zwei Benzinern (140 und 170 PS) und drei Dieseln (120, 140 und 170 PS). Basisdiesel ist der 1.6 Multijet mit Frontantrieb und Sechsgang-Handschalter (ab 21.933 Euro). Darüber rangiert der 2.0 Multijet mit Allradantrieb und 140 oder 170 PS, die Top-Variante rollt immer mit Automatik vor.

Auf unseren ersten Probefahrten arbeiteten die beiden Spitzendiesel angenehm leise, wobei der größere aus niederen Touren etwas besser durchzieht. Wir fuhren die 140-PS-Variante mit Handschaltung - sie lässt sich objektiv gut schalten, knackiger Schaltspaß ist aber nicht zu erwarten. Einen guten Eindruck hinterließ das Fahrwerk, das auch kleinere Bodenwellen gut abfedert.

Start ab 20.924 Euro

Vier Ausstattungslinien hat Jeep für den Compass geschnürt: Sport, Longitude, Limited und Trailhawk. Wir empfehlen, direkt beim Limited einzusteigen (ab 24.790 Euro, Diesel ab 25.798 Euro). Nicht nur, weil hier zusätzlich zu Spurhalteassistent, DAB-Radio, schlüssellosem Zugang und Start, Nebelscheinwerfern oder Einparkhilfe hinten auch ein adaptiver Tempomat, Uconnect mit Sieben-Zoll-Touchscreen, Bluetooth, Apple Carplay und Android Auto, Sitz- und Lenkradheizung, Zweizonen-Klimaautomatik, elektrische Heckklappe, 18-Zoll-Leichtmetallräder oder LED-Tagfahrlicht an Bord sind.

Uns geht es vor allem um die aus unserer Sicht sinnvollen Optionspakete, die es in Sport und Longitude überhaupt nicht gibt. Konkret geht es um das Navigation&Sound-Paket (1.420 Euro) mit Navi, 8,4-Zoll-Touchscreen oder Premium-Soundsystem sowie das Sicht-Paket mit Bi-Xenonscheinwerfern und Lichtsensor (748 Euro). Interessant für Business-Kunden: Für sie hat Jeep für den Basis-Diesel ein spezielles Einführungs-Leasingangebot entwickelt. 192 Euro zahlen die Kunden, wenn sie den Compass 48 Monate mit einer Jahresfahrleistung von maximal 10.000 Kilometern leasen.

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