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Ausgabe 05/2018

Die Kundenwünsche ändern sich

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© AUTOFLOTTE

Zum slowenischen Flottenmarkt gibt es keine spezifischen Daten, da gewerbliche Fahrzeuge nicht erfasst werden. In den dortigen Fuhrparks halten aber viele bekannte Trends Einzug.

_ Der Fahrzeugmarkt in der Republik Slowenien zeigte in den vergangenen Jahren ein kontinuierliches Wachstum von ein bis zwei Prozent pro Jahr. Aktuell sind knapp 1,5 Millionen Fahrzeuge auf den Straßen des Landes unterwegs.

Die Zahl der Neuzulassungen spiegelt den Anstieg des Gesamtbestands wider. Prozentual haben sie sich von 2013 bis 2017 jährlich von zirka fünf auf knapp 13 Prozent deutlich erhöht (siehe Tabelle 1, rechts oben).

Tabelle 2 zeigt den prozentualen Anteil von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen unter den Neuzulassungen im Markt. Mit "Neufahrzeugen" sind solche gemeint, die jünger als ein Jahr sind. Das durchschnittliche Fahrzeugalter liegt in Slowenien aktuell bei neun Jahren.

Automobilproduktion vor Ort

In der südosteuropäischen Republik gibt es zudem eine Automobilproduktion. Innerhalb eines halben Jahrzehnts hat sich die Zahl hergestellter Fahrzeuge dort von 93.733 in 2013 auf 189.687 Stück im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt. Auch Renault produziert hier in zunehmender Zahl Fahrzeuge.

Der slowenische Markt wies in den vergangenen Jahren in der Mehrzahl Fahrzeuge mit Otto-Motor auf. Wie in Tabelle 3 zu sehen ist, hat der Benziner aber zwischen 2014 und 2016 zirka vier Prozentpunkte Anteil verloren, während der Dieselmotor 3,5 Prozentpunkte dazugewonnen hat. Es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung im Zuge der aktuellen Diskussionen zum Dieselantrieb anhält.

Hybrid- und E-Fahrzeuge konnten in diesen Jahren ihren Anteil in absoluten Zahlen zwar knapp verdoppeln respektive verdreifachen, allerdings auf einem sehr geringen Niveau. Mittlerweile wird die Anschaffung von Hybrid- oder E-Fahrzeugen gefördert, sodass hier eine Steigerung bei den Neuzulassungen zu erwarten ist. In der ersten Hälfte 2017 schien sich dies bei Hybridfahrzeugen bereits abzuzeichnen, ihre Neuzulassungen stiegen von knapp 350 in 2016 auf 500 Einheiten im Juli 2017, wohingegen die reinen Elektroautos mit weniger als 200 Neuzulassungen pro Jahr seit 2015 nur geringfügig zugenommen haben.

Marktführer VW und Renault

Statistiken zu Firmenwagen sind in Slowenien nicht verfügbar, da nicht erfasst wird, ob ein Fahrzeug zur privaten oder gewerblichen Nutzung zugelassen wird. Im Gesamtmarkt führt seit 2014 die Marke Volkswagen das Ranking an, dicht gefolgt von Renault (Tabelle 4).

Die führenden Anbieter im Fahrzeugleasing waren 2014 in Slowenien die Porsche Bank, dicht gefolgt von Summit Leasing. Die weiteren Unternehmen folgten dann mit größerem Abstand (Tabelle 5). Aktuellere Daten sind nicht verfügbar, denn eine offizielle Statistik des slowenischen Leasingverbandes gibt es seit 2015 nicht mehr.

Der Marktführer Porsche Leasing konnte in den vergangenen fünf Jahren sowohl beim Full-Service-Leasing als auch beim Finanzleasing deutliche Zuwächse verzeichnen. Die Zahl der Finanzleasingverträge verdoppelte sich seit 2013 von 4.289 auf 8.954 in 2017 und lag damit noch vor den Full-Service-Kontrakten, die in diesem Zeitraum von 5.017 auf 7.583 zulegten.

Trends in Slowenien

"Trend bei den Flottenkunden in Slowenien ist die verstärkte Inanspruchnahme des All-inclusive-Produkts als ein Pauschalangebot", sagt Borut Cresnik, Key Account Manager von Porsche Leasing Slowenien. Es besteht aus Leasing, Instandhaltung und Versicherung. "Ein breites Leistungsspektrum, ein flexibles und kompetentes Team und kundenfreundliches sowie orientiertes Vorgehen sind der Schlüssel zum Erfolg", so Cresnik weiter.

Sein Kollege Gasper Debeljak ergänzt, dass sich das Teilen von Autos auch in Slowenien wachsender Beliebtheit erfreut. So wird Porsche Leasing ab der zweiten Jahreshälfte 2018 Carsharing/Sharetoo-Dienstleistungen für slowenische Flottenkunden anbieten.

"Im Laufe der Jahre verändern sich die Wünsche der Kunden - in der Vergangenheit orientierten sich die Kunden an einfachen Mobilitätslösungen, heute verlangen sie komplexe Produkte, die auf ihre spezifischen Bedürfnisse abgestimmt sind. Deshalb wird unsere Zusammenarbeit mit den Kunden genauestens überwacht und individuell in unsere Arbeitsprozesse implementiert", erklärt Debeljak.

Thilo von Ulmenstein Managing Partner bei Fleetcompetence Europe. Das Schweizer Beratungsunternehmen unterstützt mit seiner Expertise Unternehmen im Bereich Flotten- und Mobilitätsmanagement. Es ist mit einer Tochtergesellschaft in Deutschland vertreten und verfügt darüber hinaus über ein Netzwerk spezialisierter Fachexperten in Europa. Das Unternehmen bietet nationales und internationales Consulting für Flottenbetreiber und Dienstleister an und führt für sie Schulungen und Trainings sowie Marktstudien durch. Mit dem "International Fleet Meeting Geneva" hat Fleetcompetence Europe zudem innerhalb weniger Jahre eine anerkannte Networking-Plattform am Autosalon Genf für die internationale Flotten-Branche geschaffen. Weitere Informationen:

"Trend zum Pauschalangebot"Borut Cresnik, Key Account Manager von Porsche Leasing in Slowenien, weiß, was die Firmenkunden wollenWachsende Beliebtheit von CarsharingDiesen Trend erkennt Gasper Debeljak von Porsche Leasing in Slowenien, weswegen dieses Jahr ein solches Angebot gelauncht wird

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