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Ausgabe 11/2017

E-Transporter aus Fernost

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© AUTOFLOTTE

Mit dem Maxus EV 80 von SAIC erweitert Maske sein Mobilitätsportfolio. Das Besondere für die Bockeler: Das Auto wird nicht nur vermietet, sondern auch verkauft.

_ Der Bockeler Mobilitätsspezialist Maske steigt in das Geschäft mit Elektrotransportern ein. Ab sofort können Kunden den Maxus EV 80 kaufen oder mieten. Hersteller des 5,70 Meter langen Kastenwagens ist der chinesische Autobauer SAIC. Die Grundkonstruktion stammt vom englischen Transporterhersteller LDV, den SAIC Ende 2009 aufkaufte.

200 Kilometer Reichweite verspricht Maske mit einer Batterieladung, der Akku - er fasst 56 kWh - soll in zwei Stunden vollgeladen sein. Die Ladung erfolgt regulär per Gleichstrom, allerdings liefern die Niedersachsen serienmäßig einen AC/DC-Konverter mit, so dass auch Wechselstrom kein Problem darstellt.

950 Kilogramm Nutzlast

Kommen wir aber zu den Fakten, die Transportkunden am meisten interessieren. Mit seiner Reichweite eignet sich der Maxus vor allem für den urbanen Verteilerverkehr. "Klassische KEP- Unternehmen, aber auch andere Logistikdienstleister oder Handwerker", zählt Maske- Geschäftsführer Michael Busch die Zielgruppen auf. Die können mit maximal 950 Kilogramm Nutzlast knapp eine Tonne bewegen, das maximale Frachtvolumen beträgt 10,2 Kubikmeter. 92 kW oder 125 PS mobilisiert der Elektromotor des Maxus dafür.

Auf zwei Wegen gelangen die Kunden an den E-Transporter: Der Verkauf erfolgt über die Cargo Mobile, eine Schwestergesellschaft von Maske Fleet. Maske Fleet wiederum ist Ansprechpartner für die Vermietung. Während Maske die Miettarife kundenindividuell kalkuliert, steht der Kaufpreis schon fest. Mindestens 54.875 Euro müssen Elektrofans auf den Tisch legen, abzüglich 2.000 Euro Maske-Zuschuss als Beitrag zur staatlichen E-Auto-Förderung. Den gleichen Betrag können die Kunden selbst bei den amtlichen Stellen beantragen.

Ausbaubare Sicherheitsausstattung

Im Grundpreis enthalten sind unter anderem eine Schiebetür rechts, Flügeltüren hinten, Klimaanlage, Funkschlüssel, elektrische Fensterheber vorn, MP3-Radio, ABS, Fahrerairbag oder Einparkwarner hinten. Weitere Sicherheitsausstattung wie ein ESP fehlt. Busch sagt dazu:"Der chinesische Hersteller schaut sich die Bedarfe genau an und wird sich dem europäischen Standard sehr schnell nähern."

Optional bietet Maske für den Maxus ein Paket aus Rückfahrkamera und portablem Navigationssystem (1.312 Euro) oder die Deaktivierung der Klimaanlage (110 Euro). Der Laderaum kommt serienmäßig mit halbhoher Seitenverkleidung, Zurrösen im Boden und beschichtetem rutschfestem Holzfußboden. Optional gibt es einen Kunststoffboden ohne Zurrösen (358 Euro), einen Holzboden mit Zurrösen (390 Euro) oder eine komplette Seitenverkleidung (420 Euro).

Ehrgeizige Ziele

Busch ist vom erfolgreichen Anlauf des Maxus überzeugt: "Wir sind optimistisch, dass wir die jetzt bestellten 200 Einheiten noch bis Ende des Jahres an den Mann oder an die Frau bringen." Ein Kaufargument sollen drei Jahre Fahrzeug- und fünf Jahre Batteriegarantie sein, jeweils begrenzt auf 100.000 Kilometer."Vor dem Hintergrund, dass der Einsatz vor allem auf der letzten Meile erfolgen wird, sind drei Jahre Fahrzeug- und fünf Jahre Batteriegarantie jeweils bis 100.000 Kilometer quasi eine lebenslange Garantie", meint Michael Busch. Der Service erfolgt über die Werkstätten der deutschlandweit bald elf Maske-Mietcenter. In deren Umfeld wollen die Bockeler zunächst auf Kundenfang gehen. Auch für Ersatzmobilität ist gesorgt, wenn auch nicht zwingend als E-Version."Das können in einigen Fällen Transporter mit konventionellen Antrieben sein", erklärt Busch das Angebot.

Übrigens: Wem der Maxus zu groß ist, für den plant Maske einen Mini-E-Transporter. Das Microcar des französischen Kleinstwagenspezialisten Ligier befindet sich derzeit in der Zulassungsphase und soll ab 2018 durch die Citys stromern.

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