suchen
Ausgabe 01/02/2017

"Europaweit anerkannt"

1180px 664px

© AUTOFLOTTE

Roland Vogt von Fleetcompetence Deutschland und Thilo von Ulmenstein von Fleetcompetence Europe über den neuen CAS-Lehrgang an der Fachhochschule Sankt Gallen.

_ Mitte März beginnt an der Fachhochschule St. Gallen der erste CAS-Lehrgang für Flotten- und Mobilitätsmanagement für den deutschen Markt. Warum der Standort Schweiz auch für deutsche Teilnehmer?

Thilo von Ulmenstein: Ein Grund ist, dass die Wurzeln dieses Lehrgangs in der Schweiz liegen. Dort startete der erste Lehrgang dieser Art im Herbst 2015. Und wir haben schnell festgestellt, dass es einen solchen Bedarf auch für Deutschland gibt. Denn auch hierzulande ist es so, dass Fuhrparkmanager, die neu mit ihrer Aufgabe betraut werden, oft gar nicht richtig darauf vorbereitet werden. Das wollen wir ändern, und aufgrund unserer guten Zusammenarbeit mit der Hochschule St. Gallen war es naheliegend, auch den deutschen Lehrgang dort aufzubauen.

_ Welche Inhalte stehen beim Angebot für deutsche Teilnehmer im Fokus?

Roland Vogt: Grundsätzlich absolvieren die Teilnehmer fünf Module. Im ersten Modul geht es um die Grundlagen des Flotten- und Mobilitätsmanagements, im zweiten um die Beschaffung, Finanzierungsformen und Möglichkeiten des Outsourcings. Das dritte Modul beschäftigt sich mit der Fahrzeugtechnik, das vierte mit dem Risk- und Unfallmanagement und Modul fünf behandelt rechtliche Rahmenbedingungen. Dabei nehmen wir natürlich auch zukunftsträchtige Themen wie die Vernetzung von Mobilitätsangeboten auf.

_ Wie spiegelt sich Ihr Anspruch auf Praxisorientierung in der Dozentenwahl wider?

R. Vogt: Da legen wir natürlich großen Wert auf Praxiserfahrung. Wir konnten wirklich einige Koryphäen der deutschen Flottenbranche als Dozenten gewinnen. Wir reden da, um nur einige Beispiele zu nennen, von Ralph Feldbauer von der Allianz, von Rechtsanwalt Tom Petrick, Michael Schramek von Ecolibro und auch von Roland Wiggenhauser von der MTU oder von Norbert Wiedmann, der früher im Siemens-Flottenmanagement aktiv war.

_ Welche Zugangsvoraussetzungen müssen die Bewerberinnen und Bewerber mitbringen?

R. Vogt: Der CAS-Studiengang, wobei CAS ja für Certificate of Advanced Studies steht, ist ein europaweit anerkanntes Format. Deshalb bekommt man auch in Deutschland zwölf ECTS-Punkte und kann diese in Master- und Bachelor-Studiengänge einbringen. Dementsprechend besteht die Hauptzielgruppe aus Menschen mit Studienberechtigung wie zum Beispiel Abitur. Bei besonderer Erfahrung kann von dieser Voraussetzung aber auch abgewichen werden, beispielsweise bei Fuhrparkleitern mit hinreichend langer, guter und ausführlicher Erfahrung im Flottenmanagement. Das kann ich im Einzelfall auch persönlich prüfen, weil ich die Studienleiterfunktion an der Hochschule Sankt Gallen übernommen habe.

_ Und welche Kosten kommen auf die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu?

R. Vogt: Der Lehrgang kostet 6.800 Schweizer Franken, also umgerechnet etwa 6.300 bis 6.400 Euro. Franken deshalb, weil die Gebühr über die Fachhochschule Sankt Gallen eingezogen wird.

_ Und wie viel Zeit müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer investieren?

R. Vogt: Wir möchten vor allem den Reiseaufwand möglichst gering halten. Deshalb ist der Lehrgang in fünf je dreitägige Blöcke von Donnerstag bis Samstag aufgeteilt. Davon finden vier Blöcke in Sankt Gallen und einer in München statt.

_ Und es gibt zusätzlich eine Abschlussarbeit?

R. Vogt: Richtig. Der Gesamtabschluss erfolgt in Form einer Abschlussarbeit. Das ist eine Seminararbeit, in der die Teilnehmer ein mit mir abgestimmtes praxisorientiertes Thema aus ihrem Unternehmen bearbeiten. Darin sollte neben dem Erlernten gerne auch Neuland betreten werden. Wir freuen uns da ja immer auf neue Erkenntnisse.

_ Beginn des Kurses ist Mitte März. Bis wann können sich Interessenten bewerben?

T. von Ulmenstein: Da sind wir sehr flexibel. Bewerbungen sind bis zu einer Woche vor Kursbeginn möglich. Das haben wir auch schon praktisch erlebt.

_ Und wie viele haben dann eine Chance auf Teilnahme?

R. Vogt: Wir können bis zu 18 Plätze vergeben. Wobei wir unter Umständen auf 20 Plätze erweitern können, das ist dann aber wirklich die Obergrenze. Bei mehr Teilnehmern leidet die Lehrqualität. Die optimale Kursgröße sind 15 Teilnehmer, da können die Dozenten richtig in die Tiefe der Themen gehen.

_ Herr Vogt, Herr von Ulmenstein, herzlichen Dank für das Gespräch.

Interview: Christian Frederik Merten

Mehr zum Studiengang unter https://www.fhsg.ch/fhs.nsf/de/cas-flottenmanagement-kurzbeschrieb

360px 106px






Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2017 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Aral-Studie 2017

Elektroautohersteller erstmals mit bestem Umweltimage

Fast die Hälfte der Bundesbürger stuft Tesla als umweltfreundliche Marke ein. Der amerikanische Pionier platziert sich damit deutlich vor den etablierten Konzernen...


img
Umrüstungsverweigerer

Behörden legen VW-Diesel still

Die Zulassungsbehörden machen Druck bei der Umrüstung manipulierter VW-Dieselautos. Bisher gab es bereits zehn Stilllegungen. Besonders im Fokus ist derzeit der...


img
Umfrage

Diesel verliert an Reiz

Misstrauen gegenüber dem Diesel, noch kein Vertrauen ins Elektroauto: Die Deutschen wenden sich verstärkt dem guten alten Benziner zu.


img
Personalie

Deutsche Leasing Fleet mit neuem Geschäftsführer

Christian Pursch verantwortet ab sofort den Bereich Aftersales des Leasing- und Fuhrparkmanagement-Spezialisten. Michael Velte konzentriert sich auf seine Aufgabe...


img
Fahrbericht Alpine A110

Zurück in die Zukunft

Nach über 40 Jahren schickt die Renault-Tochter Alpine erneut eine A110 auf die Straße. Wie früher führt das kleine Coupé den Geist eines Sportwagens weiter. Authentischer...