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Ausgabe 07/2015

Familienzuwachs

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© AUTOFLOTTE

Mit dem Karl bietet Opel ein neues vernunftbetontes Einstiegsmodell. Der neue Kleinwagen verspricht viel Auto für wenig Geld.

_ Nach Adam kommt Karl. Mit dem neuen 3,68 Meter langen Fünftürer - benannt nach Adam Opels ältestem Sohn Carl - erweitert Opel seine Kleinwagenpalette um ein Einstiegsmodell für besonders rationale Kunden. "Karl-Käufer wollen ein vernünftiges Auto zu einem vernünftigen Preis", so Opel-Vertriebschef Jürgen Keller.

Überzeugen soll der in Südkorea gebaute Karl deshalb vor allem mit Funktionalität. Beispiele dafür sind zwei Isofix-Halterungen, die Höhenverstellung für Lenksäule und Fahrersitz (ab Edition), die asymmetrisch umklappbare Rücksitzlehne (Exklusiv) oder - in dieser Klasse keinesfalls selbstverständlich - versenkbare hintere Seitenscheiben.

Eine Karosserie, ein Motor

Viel Auswahl hat der vernünftige Kunde zunächst nicht: Den Karl gibt es in einer Karosserievariante, und unter der Haube werkelt immer ein 75 PS starker Dreizylinder-Ottomotor - Mitglied der neuen Motorenfamilie, im Karl aus Kostengründen ohne Turboaufladung. Für ihn gibt Opel einen Verbrauch von 4,5 Litern und 104 Gramm CO2 pro Kilometer an. Mit dem Eco-Paket (210 Euro für Edition und Exklusiv) sollen die Werte bei 4,3 Litern und 99 Gramm pro Kilometer liegen. Eine Start-Stopp-Automatik umfasst übrigens auch das Eco-Paket nicht, sie ist ab Herbst lieferbar.

Neben der Effizienz legten die Entwickler großen Wert auf Laufruhe und Durchzugskraft. So zeigt der Karl im normalen Fahrbetrieb ein für seine Klasse gutes Geräuschniveau. Die Physik setzt aber auch Opel nicht außer Kraft: In der Stadt schwimmt der Karl ohne Probleme mit, Beschleunigen erfordert jedoch etwas mehr Geduld - oder viel Arbeit für das Fünfganggetriebe. Unabhängig davon zeigt der Karl in jeder Fahrsituation einen ordentlichen Federungskomfort.

Ordentlich ist für ein knapp 3,70 Meter langes und 1,60 Meter schmales Auto das Platzangebot. Fahrer und Beifahrer finden jederzeit eine gute Sitzposition. Sie blicken auf einen übersichtlich gestalteten, gut verarbeiteten Armaturenträger, der - Tribut an den günstigen Einstiegspreis - jedoch aus augenscheinlich sehr einfachen Kunststoffen besteht.

Edition vernünftige Wahl

Mehr Auswahl als bei Karosserie und Antrieb hat der Kunde bei der Ausstattung. Die Basis Selection kommt aber vergleichsweise spartanisch daher und ist nur eingeschränkt individualisierbar: Neben Fußmatten und Notrad gibt es als Extras nur das Radio R300 - als Einzeloption 211 Euro, im Cool&Sound-Paket mit einer Klimaanlage 714 Euro - sowie Metallicund Sonderfarben (134 bis 387 Euro). Die beste Wahl ist die mittlere Ausstattung Edition (plus 966 Euro). Elektrische Fensterheber vorn, Tempomat, Höhenverstellung für Lenkrad und Fahrersitz, Zentralverriegelung oder auch elektrisch verstellbare Außenspiegel und Servolenkung mit City-Modus sind hier bereits Serie. Auch die Optionsliste ist deutlich länger:

- Im Komfortpaket für 416 Euro gibt es eine Sitzheizung vorn, ein beheiztes Multifunktionslederlenkrad sowie einen Parkpiloten.

- Das Funktionspaket umfasst für 273 Euro unter anderem Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht, einen Spurassistenten, fünf anstelle von vier Sitzen sowie die asymmetrisch geteilte Rücksitzlehne.

- Für 420 Euro gibt es im Edition (Serie im Exklusiv) zudem das Radio R300 BT. Es bietet neben USB-Schnittstelle und Lenkradfernbedienung auch eine Bluetooth-Schnittstelle.

Wer seinen Karl noch innovativer ausrüsten möchte, muss sich bis Herbst gedulden: Dann steht neben dem Telematik- und Dienstleistungsangebot Onstar mit Wi-Fi und E-Call-Notruf auch das Intellilink-Infotainment-System zur Wahl, mit dem Karl-Passagiere via Apple Carplay oder Android Auto viele Funktionen ihrer Smartphones im Auto spiegeln können.

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