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Ausgabe 10/2017

Fremde Hände am Automaten

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© AUTOFLOTTE

Sich wirksam davor zu schützen, dass die eigene Tankkarte missbraucht wird, hat viel mit Umsicht zu tun. Aber auch die Kartenanbieter fahnden nach Auffälligkeiten bei der Abrechnung.

_ Wie vermeidet man wirksam den Kartenbetrug? Die Antwort scheint so simpel wie logisch: "Das A und O ist der gewissenhafte Umgang mit der Shell Card", mahnt unter anderem Rainer Klöpfer, Geschäftsführer Euroshell Deutschland. "Wer den PIN-Code auf die Tankkarte notiert, macht es Betrügern leicht." Von UTA kommt der berechtigte Hinweis, dass man auch bei einem ungeplanten Stopp vorsichtig sein sollte.

"Schließen Sie Ihr Fahrzeug immer ab, auch bei einer Panne oder Pannenhilfe und immer wenn Sie es nur kurzzeitig verlassen", raten die Experten. Ingo Meyer, Geschäftsführer Roadrunner Service, der eine eigene Tank- und Servicekarte anbietet, rät derweil zum sorgsamen Umgang mit Kartentageslimit und Verfügungsrahmen. Mit Hilfe des eigenen Kundenportals können Flottenmanager die aktuellen Verbräuche und Umsätze pro Karte wirksam überprüfen.

Karte mit Chip

Die Tankkonten im Auge zu behalten, ist auch aus Sicht von Euroshell-Manager Klöpfer die richtige Strategie. Mit dem eigenen Online-Portal können die Nutzer Kartenlimits und zeitliche Begrenzungen setzen oder festlegen, welche Produkte mit der Tankkarte bezahlt werden können. "Die Karte kann sogar zeitweise gesperrt werden, wenn der Fahrer Urlaub hat. So wenden Sie Schaden ab oder halten ihn wenigstens so gering wie möglich", mahnt Klöpfer. Technisch werden die Karten aber auch aufgerüstet: So erhält unter anderem die gelbe Shell Card bald einen eigenen Chip, über den alle Zahlungsvorgänge abgewickelt werden."Der große Vorteil ist, dass im Gegensatz zu Magnetkarten diese Chipkarten nicht kopiert oder einfach manipuliert werden können", betont der Geschäftsführer.

Digitales Bezahlen

So rät beispielsweise auch Total, auf die eigene neue Chipkarte beziehungsweise gleich auf digitale Bezahlsysteme umzustellen, die mittlerweile direkt aus dem Auto heraus funktionieren (siehe Autoflotte 8/2017, S. 50). Aber Technik allein ist nicht alles. So verweist unter anderem Aral auf die speziell eingerichteten Cards-Security-Teams. Diese führen regelmäßig Plausibilitätsprüfungen durch und decken dabei Auffälligkeiten auf. Das vermeidet zwar keinen Kartenbetrug, mindert aber mögliche negative Konsequenzen für den Flottenbetreiber. Der passende Mix aus Technik und Umsicht sorgt dann für ein recht entspanntes Kartenmanagement.

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