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Ausgabe 12/2016

Fuhrpark-Treffpunkt

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© AUTOFLOTTE

Zum zweiten Mal lud die Autoflotte zum Autoflotte FuhrparkMonitor nach Frankfurt. Neben dem Expertenaustausch stand die Auszeichnung der Autoflotte TopPerformer im Fokus der Veranstaltung.

_ Am 24. November ging der Autoflotte FuhrparkMonitor in seine zweite Runde. Rund 160 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in der Union-Halle in Frankfurt am Main zum gemeinsamen Branchenaustausch zusammen - Flottenexperten aus Industrie und Dienstleistung ebenso wie Fuhrparkleiterinnen und -leiter.

Wie bereits 2015 bildete die Veranstaltung den Rahmen für die Auszeichnung der Autoflotte TopPerformer. Anders als im Vorjahr hatten in diesem Jahr nicht nur Autos und Automarken Chancen auf den Preis, sondern auch Fuhrparkdienstleister. In 16 automobilen und zehn Dienstleisterkategorien ging der Autoflotte TopPerformer 2016 an insgesamt 28 Preisträger. Grundlage der Auszeichnung sind im Falle der automobilen Kategorien erneut Daten des renommierten Branchendienstleisters Dataforce. Die Auszeichnung der Fuhrparkdienstleister gründete dagegen auf einer Imagebewertung, für die das Marktforschungsunternehmen Puls aus Schwaig bei Nürnberg Fuhrparkverantwortliche telefonisch befragte. Mehr Details dazu und alle Gewinner finden Sie in diesem Heft ab den Seiten 30 (Auto-Kategorien) und 38 (Dienstleister- Kategorien).

Fachvorträge für das Fuhrparkwissen

Darüber hinaus standen auf dem Autoflotte FuhrparkMonitor 2016 aktuelle Branchentrends im Fokus. So boten die Fachvorträge des AutoflotteWirtschaftstreffs eine bunte Mischung fuhrparkrelevanter Themen. Ein Schwerpunkt lag dabei auf künftigen Mobilitätsformen. Themen waren aber auch Assistenzsysteme zur Steigerung der Fahrsicherheit oder der Ausblick in den Flottenmarkt 2017.

Und natürlich durfte auch ein Beitrag aus der Fuhrparkpraxis nicht fehlen. So stellte Michael Müller, Head of Mobility Services & Facilities bei Daiichi Sankyo Europe, seine Ideen für modernes Mobilitätsmanagement im Unternehmen vor. Weitere Details zu allen Vorträgen finden Sie ebenfalls in diesem Heft auf Seite 27.

Ideen und Prognosen, wohin die Reise gehen wird

FuhrparkMonitorBeim Wirtschaftstreff erklärten vier Experten Strategien, Zahlen und Sicherheitsaspekte für Flotten.P

Wie gehen wir mit Mobilität in den nächsten Jahren um, wenn sich unsere Welt stetig wandelt? Dieser Frage gingen drei Referenten auf dem Autoflotte FuhrparkMonitor 2016 nach.

Philip Kneissler, Geschäftsführer von Belmoto, skizziert dabei, dass Dienstreisen bald vernetzt, selbstfahrend und elektrisch angetrieben stattfinden werden. In der Zukunft des Teilens wird "ein Auto" dann zu "meinem Auto", ist Kneissler sicher. Was wiederum den Fuhrparkmanager vom Verwalter künftig zum Organisator, also Mobilitätsmanager, werden lässt. Statt stets mit dem eigenen Firmenwagen zu reisen, stehen dann viele vernetzte Wege zum Kunden oder für den Arbeitsweg parat. "Entscheidend für ein modernes Mobilitätsmanagement ist es, nicht in Boxen zu denken, sondern in Netzwerken zu agieren. So wird der Mobilitätsmanager in Zukunft sich aus verschiedensten Möglichkeiten und Angeboten bedienen", betont der Geschäftsführer von Belmoto.

###Praxisbeispiel

Umdenken geht dabei oft besser in kleinen Schritten, wie das Beispiel des Pharmaunternehmens Daiichi Sankyo Europe zeigte. Head of Mobility & Facilities, Michael Müller, berichtete, dass, wenn beispielsweise Mitarbeiter für den täglichen Weg zur Arbeit und zurück nach Hause bewusst auf umweltfreundliche Alternativen setzen, diese auch auf ihren Dienstreisen auf ökologische und ökonomische Alternativen zurückgreifen. Dafür verfügt jeder Mitarbeiter über ein individuelles Mobilitätsbudget. Müller erklärt die Idee dahinter: "In vielen Unternehmen ist es immer noch üblich, Mitarbeitern ab einer bestimmten Position automatisch einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen. Dabei wird aber nicht bedacht, dass das Auto längst nicht mehr für alle das Fortbewegungsmittel der ersten Wahl ist. Gerade jüngere Mitarbeiter, die sich privat oder arbeitsbedingt täglich in der Großstadt hin und her bewegen, wünschen sich zeitsparendere und nachhaltigere Alternativen. Mit einem Mobilitätsbudget kann man genau diesen Bedarf optimal unterstützen. Das ist für den einen beispielsweise eine Kombination aus E-Bike und einem Ticket für den öffentlichen Nahverkehr, für den anderen ist es weiterhin der Dienstwagen. Entscheidet man sich beispielsweise dafür, den Dienstwagen in der Garage stehen zu lassen und stattdessen den Zug oder das Flugzeug zu nutzen, kann die Reisezeit zum Arbeiten oder aber auch bewusst zur Erholung genutzt werden. Dies resultiert in einer reduzierten Arbeitsbelastung und trägt zur persönlichen Work-Life-Balance bei."

Vor der Einführung des Mobilitätsbudgets wurde ein Pilotprojekt gestartet, in dem dienstwagenberechtigte Mitarbeiter das neue Modell ausprobieren konnten."Die Ergebnisse der Pilotphase waren beeindruckend", erzählt Müller: "Die Mobilitätskosten der Testgruppe reduzierten sich um 28,1 Prozent und der CO2-Ausstoß um 31,3 Prozent während des Pilotzeitraums."

###Sicherheit am Steuer

Auch wenn man seine Mitarbeiter für eine ökologische Reiseplanung sensibilisieren kann, die wie bei Daiichi Sankyo und dies dann auch keinen signifikanten zeitlichen Mehraufwand gegenüber der klassischen Autofahrt mit sich bringen muss, sprechen im Moment noch viele Gründe für den Dienstwagen. Dieser kann aber deutlich sicherer werden, wenn die heute schon weitreichend verfügbaren Fahrerassistenzsysteme wirklich mitgeordert werden würden. In anderen Ländern sind laut dem Referenten Moritz Hegmann die Gesetze strenger, die diese Helfer verpflichtend machen. Dass man hier auch mit Nachrüstlösungen einen deutlichen Gewinn an Verkehrssicherheit erreichen kann, zeigte der Senior Area Manager des Anbieters Mobileye eindrucksvoll den Gästen des Wirtschaftstreffs. "80 Prozent der Auffahrunfälle passieren, weil der Fahrer bis zu drei Sekunden abgelenkt ist. Wenn man den Fahrer bis zu 1,5 Sekunden vor einem möglichen Auffahrunfall warnen kann, könnte man bis zu 90 Prozent der Unfälle vermeiden", rechnet Hegmann vor. Hier setzt das System von Mobileye an, das bereits in zwölf Millionen Autos (inklusive Nachrüstlösungen) verbaut ist und über den Verkehr wacht."Unsere Flottenkunden konnten mit dem System nicht nur die Unfallrate um 45 Prozent senken, sondern sparten dank vorausschauender Fahrweise mit ihren Pkw oder Transportern zwischen sieben und 15 Prozent Kraftstoff ein", betont der Mobileye-Manager.

###Flottenwachstum

Derweil kann sich die ganze Branche in diesem Jahr auf ein neues Rekordwachstum freuen, prognostizierte Dataforce-Geschäftsführer Marc Odinius. Laut dem Experten wächst der Flottenmarkt bis zum Jahresende auf gut 820.000 Einheiten und würde damit einen neuen Bestwert markieren. Für 2017 erwartet der Fachmann dann eine Konsolidierung auf hohem Niveau. "Der Flottenmarkt nähert sich damit weiter dem Niveau des Privatmarktes an. Was seine Wichtigkeit betont."

Interessant ist die Modellvielfalt in den Segmenten. "Hinter den Top-Ten-Modellen öffnet sich zunehmend der Markt für zahlreiche Nischen. Gab es vor einigen Jahren noch gut 78 Modelle, die im Flottenmarkt mit mindestens 1.000 Einheiten vertreten waren, sind es heute bereits 130. Der Unterbau fächert sich also weiter auf und offeriert vielen Herstellern und Importeuren interessante Perspektiven." rs

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