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Ausgabe 01/2015

Ganz wie bei Pep

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© AUTOFLOTTE

Facelift steht beim Q3 in erster Linie für sparsame Motoren. Der Diesel-Knauser lockt mit dem CO2-Wert von 114 Gramm.

_ SUV-Fahren macht Spaß: Die Lust am mobilen Hochsitz ist ungebrochen. Das einzig Hinderliche ist bisweilen die restriktive CO2-Politik in vielen Car Policies. Gut, dass auch die Hersteller bei jeder Modellpflege darauf achten müssen, dass sich die Kurve mit dem Kohlendioxidausstoß stets ein wenig mehr krümmt. Der ab Februar erhältliche Audi Q3 ist hier keine Ausnahme, sondern vielmehr ein Paradebeispiel.

114 g/km CO2

Die Ingolstädter Ingenieure haben nicht nur das jeweilige Benziner- und Dieseltrio um maximal 17 Prozent im Normverbrauch günstiger gemacht - was 23 g/km CO2 entspricht -, sondern auch zweimal das bekannte "ultra"-Sparsignet am Heck platziert. Die Visitenkarten des Duos weisen für SUV-Verhältnisse fast schon grüne 114 Gramm respektive 127 Gramm Kohlendioxid je 100 Kilometer aus.

Der 2,0-Liter-Spardiesel aktiviert wie der 1,4-Liter-Benziner maximal 150 PS, wobei beim Ottomotor dank der bedarfsgerechten Zylinderabschaltung im Niedriglastbereich nicht alle vier Töpfe unter Dampf stehen. Der ultra-Diesel wird handgeschaltet und bringt mit dem Adblue-Tank jetzt einen zweiten Betriebsstoff in die Flotte, der für die Euro-6-Reinheit sorgt.

Da das Motoren-Arsenal in Gänze leistungsfähiger wurde - um bis zu zehn Extra-PS -, passten die Süddeutschen auch die Sechsganghandschaltung sowie die sechsrespektive siebenstufige "s tronic"-Automatik an. Was sich bei der kurzen Ausfahrt auch zeigte. Denn obwohl das edle Kompakt-SUV immer noch 1.385 Kilogramm auf die Waage bringt, wirkt es selten untermotorisiert, denn der Krafteinsatz funktionierte tadellos.

Xenon-Plus ist Serie

Dem Wunsch nach noch mehr Spritzigkeit kommt der ebenfalls leicht überarbeitete RS nach. Äußerlich wirkt das Grundmodell allerdings nicht weniger wuchtig als die Sport-Version. Der in Katalonien gebaute Q3 erinnert dabei etwas an den sehr erfolgreichen Landsmann Pep Guardiola. Ähnlich wie der Bayern-Trainer blickt der Ingolstädter nun etwas grimmig, aber nicht unsympathisch drein, denn der Kühlergrill wanderte etwas nach oben und fügt sich mit den Scheinwerfern zu einer horizontalen Linie. Die Scheinwerfer sind übrigens werksseitig mit Xenon-Plus-Technik versehen samt LED-Tagfahrlicht. Wer den kompletten LED-Leucht-Luxus wünscht, zahlt Aufpreis. Die energiesparende Diodentechnik blinkt auch in den Heckleuchten.

Mehr Auswahl

Ganz ähnlich wie der katalanische Übungsleiter des FC Bayern hat der Fuhrparkmanager zahlreiche Möglichkeiten, den Flottenneuzugang seinem eigenen System anzupassen. Die Individualisierbarbeit steigt immens dank der zwei neuen Ausstattungslinien "design" und "sport". Blättert man zudem durch die Packages "S line Sportpaket", "S line Exterieurpaket" sowie "Audi exklusive" (Designpaket/Design Exterieurpaket), dann wird das Konfigurieren künftig zum Geduldsspiel.

Der Fünfsitzer, der auf allen Plätzen trotz unveränderter Maße (4,39 Meter Länge, 1,83 Meter Breite, 1,57 Meter Höhe) ein gutes Raumgefühl vermittelt, wird mit der elektrischen Heckklappe (412 Euro Aufpreis) noch komfortabler für den Flotteneinsatz. Als sinnvolle Dreingabe kommt die ausziehbare Gepäckraumabdeckung an Bord.

Premium-Preis

Bei der Ablösesumme hantiert der Audi Q3 allerdings weiterhin auf hohem Niveau - hier ist es also auch ganz wie bei Pep. Der ultra-Diesel darf für 26.975 Euro im Fuhrparkteam auflaufen, der Spar-Benziner ist 2.100 Euro günstiger. Damit rückt der hochbeinige Bayer ganz nah an den Mercedes GLA 200 CDI (136 PS), der mit 27.000 Euro in der Preisliste steht. Die Konkurrenz aus München, der BMW X1 sDrive 18d (143 PS), ist für 26.135 Euro zu haben.

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