suchen
Ausgabe 11/2017

"Kia Finance bündelt alle Angebote"

1180px 664px

© AUTOFLOTTE

Der neue Kia-Flottenkundenchef Michael Martensen über die Business Center, Modellneuheiten und die Strategie hinter Kia Finance.

_ Herr Martensen, wie weit ist Kia mit dem Aufbau seines Business-Center-Netzes? Michael Martensen: Wir haben im letzten Jahr damit begonnen, Händler zu identifizieren, für die wir im Groß- und Gewerbekundengeschäft ein besonders großes Potenzial sehen. Diese wollen wir mit Blick auf dieses spezielle Segment in ihrer Kompetenz weiterentwickeln. Diese Strategie werden wir in Zukunft mit Coachings und Trainings fortführen und so die Dienstleistung für die Kunden weiter verbessern.

_ Wird sich die Zahl der Kia-Business-Center mittelfristig erhöhen?

M. Martensen: Derzeit besteht das Netz aus 40 Betrieben und die möchten wir kurzfristig vor allem qualitativ weiterentwickeln. Wir werden also zunächst in diesen Betrieben dafür die Voraussetzungen schaffen, die Qualität der Kundenbetreuung zu erhöhen. Ich denke da an die Verkäuferkompetenz oder auch an speziell abgestimmte Werkstattprozesse. Wenn wir damit am Ziel sind, denken wir mittelfristig aber auch über einen Ausbau des Business-Center-Netzes nach.

_ Für den Optima haben Sie erstmals Businesspakete eingeführt. Planen Sie eine Ausweitung auf andere Modelle?

M. Martensen: Den Optima haben wir als erstes Fahrzeug für unsere Businesspakete gewählt, weil es sich insbesondere beim Optima Sportswagon um ein flottenrelevantes Fahrzeug handelt. Wir werden anhand dieses Modells erste Erfahrungen in Sachen Businesspakete sammeln und anschließend entscheiden, ob wir das Angebot auf andere Baureihen ausweiten.

_ Den Optima bieten Sie auch als Diesel an. Hat der Selbstzünder eine Zukunft bei Kia?

M. Martensen: Ja. Mit den neuen Plug-in-Hybriden bringen wir vor dem Hintergrund der aktuellen Diesel-Diskussion zwar eine sehr interessante Antriebsalternative auf den Markt. Beim Optima SW zum Beispiel gehen derzeit bereits 20 bis 25 Prozent der Bestelleingänge auf das Konto des Hybriden. Wir werden aber auch unsere Diesel im Einklang mit künftigen Abgasnormen weiterentwickeln. Das entspricht einfach unserer Strategie, jedem Kunden das anbieten zu können, was er sich wünscht.

_ Welche Rolle spielt Ihr neues B-SUV, der Stonic, für Ihr Flottengeschäft?

M. Martensen: Kleine SUVs sind derzeit auch bei Flottenkunden über alle Maßen gefragt. All die Vorteile dieser Fahrzeuggattung - die höhere Sitzposition, den größeren Kofferraum - bietet auch der Stonic. Für Flottenkunden ist der Stonic zusätzlich wegen des sehr attraktiven Anschaffungspreises interessant. Und als schickes B-SUV fällt er auch als Werbeträger mehr auf als andere vergleichbare Modelle in der Größenklasse.

_ Kommen wir am oberen Ende der Modellpalette zum neuen Stinger ...

M. Martensen: Der Stinger ist ein hervorragendes Beispiel für Automobile, die die Emotionen ansprechen. Er ist für uns ein Imageträger. Im Flottenmarkt ist er ein Auto für die Individualisten unter den User-Choosern, die vielleicht nicht zum vierten oder fünften Mal einen Passat fahren möchten.

_ Mit Kia Finance sind Sie seit einigen Monaten mit einem eigenen Finanzdienstleister am Start. Was bedeutet das für Ihr Leasingangebot für Flottenkunden?

M. Martensen: Unter dem Dach der Kia Finance bündeln wir alle unsere Finanzdienstleistungsangebote. Für bestimmte Dienstleistungen bedeutet das auch weiterhin die Zusammenarbeit mit externen Partnern. Ein Beispiel dafür ist unser Full-Service-Angebot für Flottenkunden, das wir unter dem Namen Kia Leasing anbieten. Da ist und bleibt unser Partner die ALD Autoleasing D. In der Praxis ändert sich für die Kunden also nichts.

_ Sie sind auch mit einer Service-Flatrate am Markt. Wie zeichnet sich die aus?

M. Martensen: Grundsätzlich besteht dieses Angebot bei uns schon seit geraumer Zeit, wir haben es jetzt noch einmal flexibilisiert. Der Kunde kann nun Zeitraum und Anzahl der Wartungen flexibel vorgeben, wobei wir dann auf dieser Grundlage eine entsprechende Kalkulation erstellen. Damit werden wichtige Kosten kalkulierbar, die Kunden wissen schon bei Abschluss des Kaufvertrags, was an Kosten auf sie zukommt. In diesem Punkt kommen wir Kunden mit unserer Sieben-Jahres-Kia-Herstellergarantie bis 150.000 Kilometer Fahrleistung schon heute weit entgegen.

_ Herr Martensen, herzlichen Dank für das Gespräch.

Interview: Christian F. Merten

360px 106px



Ihr Kommentar zum Artikel

© Copyright 2018 Autoflotte online

Schon gelesen? Die Top-Nachrichten

img
Farblackierung

Schwarz ist deutsche Trendfarbe

In Deutschland dominiert die Farbe Schwarz bei Neuwagen. Weltweit sieht die Sache komplett anders aus.


img
Autonomes Fahren

Deutsche misstrauen der Technik

Eigentlich soll das automatisierte Fahren in Zukunft für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Hierzulande misstrauen die Autofahrer der Zukunftstechnik.


img
Neuer Volvo V60

Kleiner Zwilling

Im Volvo-Portfolio war die bald auslaufende V60-Generation ein Alien. Bei der im Sommer startenden Neuauflage setzen die Schweden hingegen auf maximale Konformität....


img
Seat Tarraco

Technikbruder des Skoda Kodiaq

Ende 2018 bringt Seat mit dem Tarraco sein drittes SUV auf den Markt. Der Name ist neu, das Modell hingegen längst bekannt.


img
Mobilitätsdienst

Bosch übernimmt Start-up SPLT

Bosch übernimmt den Mobilitätsdienstleister SPLT. Auf der Plattform des US-Start-up können Unternehmen Fahrgemeinschaften für ihre Mitarbeiter organisieren lassen.