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Ausgabe 08/2019

Leichter und flexibler

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© AUTOFLOTTE

Fahrzeugeinrichter Bott hat eine neue Generation seines Regalsystems vorgestellt. Das Modell Vario3 bietet eine Reihe Verbesserungen und Innovationen und integriert unter anderem das neue Koffersystem Systainer 3.

Peugeot Partner, VW Transporter, Ford Transit und Mercedes-Benz Sprinter - diese vier Kastenwagen haben alle eine Gemeinsamkeit: Das neue Vario3-Regalsystem von Bott passt in ihre unterschiedlich großen Laderäume. Die Auswahl an möglichen Montage- und Servicefahrzeugen, die mit den Produkten von Bott eingerichtet werden können, ist in den vergangenen Jahren stetig angewachsen. Das Unternehmen aus dem baden-württembergischen Gaildorf bietet seine modulare Einrichtung für Modelle fast aller Nutzfahrzeughersteller an.

Die Idee hinter dem Regalsystem von Bott ist einleuchtend: Handwerker und Servicetechniker sollen ihre Ausrüstung möglichst zeitsparend organisieren und sicher verstauen können. Die Bott-Fahrzeugeinrichtungen bestehen aus Fußboden- und Wandverkleidungen, Regal- und Schrankmodulen mit Schubfächern, Elementen zur Ladungssicherung sowie aus Service-Koffern und Trageboxen. Verschiedene Breiten und Höhen erlauben einen individuellen Ausbau des Laderaums - ganz nach den Vorstellungen und Wünschen der Kunden.

Das Einrichtungssystem der neuesten Generation hat beim Thema Sicherheit zugelegt - und gleichzeitig abgespeckt. Die neuen Stangenpressprofile aus Aluminium bieten Vorteile bei einem Auffahrunfall: Sie verwinden sich, ohne sich dabei stark zu verformen.

Besseres Crashverhalten

Dieses Crashverhalten erhöht die Sicherheit für Fahrer und Beifahrer. "Bewegliche Teile wie Schubladen, die geschlossen bleiben sollten, und die Verbindungspunkte zur Karosserie sind für uns immer die kritischen Stellen", erläutert Bernd Geiger, Leiter Konstruktion und Entwicklung bei Bott, den Versuchsaufbau. Bei einem Crashtest mit 50 km/h, den die Hochgeschwindigkeitskameras festhalten, geht alles gut: Die Alu-Konstruktion fängt die hohen Belastungen des Aufpralls ab, das Vario3-Regal verformt sich nur minimal, alle Schubladen bleiben geschlossen.

Die neu konzipierten Regale sind nicht nur sicher, sie sind auch leichter als die früheren Stahlkonstruktionen. Verglichen mit der Vorgängergeneration hat die neue Fahrzeugeinrichtung 15 Prozent an Gewicht verloren. Das ermöglicht wahlweise mehr Ladung oder dürfte sich in einem geringeren Kraftstoffverbrauch bemerkbar machen. Auch in einem vorbildlich aufgeräumten Kastenwagen spielt das Thema Ladungssicherung eine wichtige Rolle. Bei Bott kommt hier neben dem bereits bekannten Airline-Fitting-System, wie es auch an Bord von Flugzeugen verwendet wird, das neue C-Lash-System zum Einsatz. Die im Profil der Regalteile integrierten Nuten - sowohl vertikal als auch horizontal - nehmen die patentierten C-förmigen Halterungen auf. Die Bedienung der Zurrgurte, mit denen vor allem leichtere Gegenstände gesichert werden, gelingt so sogar mit einer Hand. Alles geordnet und sicher verstaut - diesem Leitsatz folgt das überarbeitete Koffersystem aus dem Hause Tanos, das mit den Vario3-Regalen von Bott kompatibel ist. Die dritte Generation des stapelbaren Kunststoffkoffers trägt den Namen Systainer3 - und die 3 im Namen hat noch einen weiteren Grund. Denn Tanos hat sich bei der Entwicklung mit Bott und dem Werkzeughersteller Festool zusammengetan. "Erleichterung im Arbeitsalltag - das ist das verbindende Element unserer drei Unternehmen", verrät Jan Willem Jongert, Geschäftsführer der Bott Gruppe, bei der Präsentation des neuen Systainer3 die Hintergründe des gemeinsamen Projekts. Die praktischen Koffer sollen Servicetechniker und Montageprofis künftig von der Werkstatt ins Fahrzeug und bis an den Einsatzort begleiten. Das Systainer3-Koffersystem ist in zwei verschiedenen Breiten und sechs Kofferhöhen erhältlich und passt in die Schienen der Vario3-Fahrzeugeinrichtung. Ein neu entwickelter Kleinteilekoffer namens Organizer beschleunigt dank eines transparenten Deckels das Finden von gesuchten Gegenständen auch im geschlossenen Zustand.

Licht einschalten via Stimme

"Regalbeleuchtung ein", sagt Mario Maurer, bei Bott für die Integration von IT-Systemen zuständig, in bestimmendem Tonfall. Eine Sekunde später beginnen die LED-Leisten der Fahrzeugeinrichtung zu leuchten. Der große Trend der Digitalisierung geht auch an einer bodenständigen Firma wie Bott nicht vorbei: Die Schwaben entwickeln derzeit eine eigene Sprachsteuerung. Die per Spracheingabe aktivierte digitale Assistentin wurde auf den Namen Regina getauft und soll in naher Zukunft mehrere Befehle umsetzen können - um den Arbeitsalltag noch ein Stückchen komfortabler und effizienter zu machen. "Gerade das Ein- und Ausschalten der Innenraumbeleuchtung oder auch des gelben Warn-Blinklichts auf dem Fahrzeugdach könnte künftig per Sprachbefehl geschehen", erläutert Mario Maurer mögliche Anwendungsfälle von Regina. "Wenn man gerade keine Hand frei hat oder ein paar Meter vom Fahrzeug entfernt arbeitet, wäre das eine enorme Erleichterung." Einen Termin für den Verkaufsbeginn der Sprachbedienung nennt Bott noch nicht - aber es dürfte nicht mehr lange dauern.

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