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Ausgabe 01/02/2018

Roter Teppich für Individualisten

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© AUTOFLOTTE

Teil- oder Vollfolierungen machen aus Autos Unikate und schützen den Lack. Diese Arbeiten verlangen allerdings Profis auf allen Ebenen. Auch die Fahrzeugpflege muss umgestellt werden.

_ Wer mit einer zweiten Haut hantiert, sollte etwas davon verstehen. Profis sind gefragt, wenn Dienstwagen großflächig Werbefolien aufgezogen bekommen, die das Fahrzeug zur rollenden Visitenkarte machen, oder Schutzfolien auf das Blech aufgetragen werden, die vor typischen Flottenschäden wie kleinen Steinschlägen schützen. Spätestens wenn der Leasingwagen zurück an den Halter geht oder selbst vermarktet wird, zeigt sich, wie gut und mit welchem Material gearbeitet worden ist.

So viel Spannung sollte sich nicht aufbauen, wenn man als Flottenverantwortlicher ständig Fahrzeuge mit Teil- oder Vollfolierung ein- und aussteuert. Um im großen, meist regionalen Feld der Fahrzeugbekleber und -folierer einen Überblick zu erhalten, haben wir das Portfolio einiger regionaler und bundesweiter Dienstleister zusammengetragen (siehe Übersicht). Diese Auswahl eint, dass alle Mitglieder im Branchenverband sind. Die German Wrapping Association, kurz Gewa, will als unabhängige Vereinigung nicht nur die technischen Standards für das Folieren definieren, sondern auch als Informationsplattform dienen. Und unabhängige Informationen sind wichtig, wenn das teure Gut temporär eine zweite Haut erhält. Das weiß natürlich auch Markus Schäffler. Der Firmengründer und geschäftsführende Gesellschafter von Signal Reklame aus Schwäbisch Hall verleiht mit seinem Team nach eigenen Angaben gut 25.000 Flottenfahrzeugen pro Jahr das gewisse Etwas. Damit dies zügig, akkurat und langlebig zugleich vonstattengeht, gibt es Regeln. So darf das Fahrzeug zuvor nicht poliert werden, auch sollte kein Silikon am Auto verwendet werden. Denn eine Nanoversiegelung verhindert eine Beklebung.

Viele Varianten

Im Winter müssen die Probanden vorgewärmt werden, da das Blech mindestens 15 Grad Celsius warm sein muss, um die Folie auftragen und verarbeiten zu können. Am Ende muss der Kleber aushärten, so dass das Auto mindestens 24 Stunden stehenbleiben muss. Bei Markenfolien wie Rollen von Avery oder 3M können diese rückstandsfrei entfernt werden, betont Schäffler. Je nach Zweck geben die Folienhersteller zwischen ein (Kurzzeitfolien) und zehn Jahren (High-Performance-Film) Garantie. Dennoch betont der Profi, dass von Folie zu Folie die Garantie für jedes Projekt unterschiedlich ist. Folienfehler kommen bisweilen in der Herstellung vor. Hier sind laut den Erfahrungen von Schäffler gerade namhafte Hersteller wie 3M und Avery sehr lösungsorientiert und kulant. Wie Marco Kimme, Geschäftsführer von Intax aus Oldenburg, berichtet, wird die Haltbarkeit der Folien in den Datenblättern der Folienhersteller definiert. Kimme empfiehlt, Folien nicht länger als fünf Jahre auf dem Fahrzeug zu lassen, da sie sich nach einer längeren Verweildauer schlechter entfernen lassen.

Quallität ist gefragt

Einen wichtigen Punkt spricht auch Frank Grabsch (Kompakt Werbe) an, wenn er auf die Qualität der Arbeiten verweist. In Zeiten, in denen ohne Qualifizierung Folie verarbeitet werden kann, gibt es laut ihm ein ausgeprägtes Qualitätsgefälle. Was Auswirkungen auf die erwähnten Garantien habe. So greift laut dem Experten die Herstellergarantie für die Folie nur dann, wenn der Betrieb über die nötigen Zertifikate verfügt.

Hinweise zur Fahrzeugwäsche gibt PCC Folia Concept. Die Folien sind zwar waschstraßenfest, Heißwachs vertragen sie aber keines. Damit sind auch vollautomatische Waschstraßen mit integrierten Polierwalzen tabu, damit die zweite Haut auch möglichst lange gut durchs Autoleben kommt.

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